Die Sänger trugen am Reformationstag ihr Programm von der Konzertreise nach Ostdeutschland und Polen vor.

Die Sänger trugen am Reformationstag ihr Programm von der Konzertreise nach Ostdeutschland und Polen vor.
Die Kurrende überzeugte bei ihrem Konzert in der Immanuelskirche mit ausgewogenem Gesang.

Die Kurrende überzeugte bei ihrem Konzert in der Immanuelskirche mit ausgewogenem Gesang.

Stefan Fries

Die Kurrende überzeugte bei ihrem Konzert in der Immanuelskirche mit ausgewogenem Gesang.

Wuppertal. „Welcome Back“ (Willkommen zurück) lautete passend die Überschrift für das Konzert der Kurrende mit dem Programm ihrer Tournee. In den Herbstferien war sie auf einer Konzertreise in Thüringen, Sachsen und Polen, die laut Orchestermanager Klaus Kölsch sehr erfolgreich war. Nachdem die Sänger nun der Alltag wieder hat, war es ihnen ein Anliegen, ihr Tournee-Programm auch in Wuppertal zu präsentieren.

In der ausgezeichnet besuchten Immanuelskirche stellte die Kurrende wieder einmal ihre hohen sängerischen Qualitäten unter Beweis. Die „Kurrende Stiftung“ als Veranstalter stellte am Reformationstag als Motto den 16. Vers aus dem ersten Kapitel des Römerbriefs voran: „Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben, die Juden vornehmlich und auch die Griechen.“ Der Knabenchor beherzigte dies. Denn anhand eines kirchenmusikalischen Programms gab er dank seiner gediegenen A-Cappella-Gesänge klangschöne Kunde von dem Herrn.

Nur die schnelle Fuge „Der aber die Herzen forschet“ aus Johann Sebastian Bachs Motette „Der Geist hilft uns’rer Schwachheit auf“ mit Orgelbegleitung stand ganz knapp an der Grenze, ins Ungenaue abzudriften.

Ansonsten klangen die vier- bis siebenstimmigen Chöre aus den etwa 50 Mündern sehr ausgewogen. Ob Klassiker aus den Federn von Heinrich Schütz, der Bach-Familie, Johannes Brahms und Felix Mendelssohn Bartholdy oder moderne Stücke etwa von Vytautas Miskinis, Ernani Aguiar und Nigel Hurley – fein aufeinander abgestimmt klangen die Chorgruppen. Selbst in den ganz hohen Tonlagen sangen die Soprane locker und lupenrein, während die beweglichen Altisten, Tenöre und Bässe ihre Partien elegant und sehr nuanciert beherrschten.

Dabei zeigte sich Stephan Hensen als eine ausgezeichnete Vertretung von Dietrich Modersohn, der auch die Tournee betreute. Seine professionellen und engagierten Anweisungen waren den Sängern eine stets sicherere Stütze.

Die Kurrende wirkt beim dritten städtischen Sinfoniekonzert am 15. (11 Uhr) und 16. November (20 Uhr) in der Stadthalle mit.
Aufgeführt wird die dritte Sinfonie von Gustav Mahler. Anschließend gibt es in der Adventszeit im Dezember unter der Leitung von Stephan Hensen wieder die beliebten Quempas-konzerte: am 12. (19.30 Uhr, Sonnborner Hauptkirche), 13. (16 Uhr, Kirche St. Laurentius), 19. (19.30 Uhr, Erlöserkirche) und 20. (17 Uhr, Friedhofskirche).

www.wuppertaler-kurrende.de

Zwischendurch spielte routiniert an der Schuke-Orgel der Kurrendaner Matthias Tscharn Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge in g-Moll (BWV 558) mit einer ansprechenden barocken Registrierung.

Wurde die Kurrende bereits zu Beginn des Konzerts mit starkem Beifall begrüßt, gab es etwa eine Stunde später sogar Standing Ovations als Dank für einen exquisiten Abend. Zwei Zugaben waren die Folge.

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