Das Historischen Zentrum blickt zurück und zeigt, dass Vergangenheit sich wiederholt.

Wuppertal. Der Tod das Alt-Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker hat das Datum noch deutlicher ins Blickfeld der Deutschen gerückt. Am 8. Mai jährt sich das offizielle Ende des 2. Weltkrieges zum 70. Mai. In seiner Rede zum 40. Jahrestag sprach von Weizsäcker 1984 von einem Tag der Befreiung.

In Wuppertal war der furchtbare Krieg bereits drei Wochen vor dem 8. Mai zu Ende. Die Amerikaner marschierten am 16. April in die Stadt ein. Von diesem Tag an war für die Wuppertaler alles anders. Wie anders es war, zeigt das Historische Zentrum am Samstag, 18. April, im Gebäude der ehemaligen Konsumgenossenschaft „Vorwärts“ im Haus Münzstraße 53. Ab 16 Uhr werden zwei Dokumentarfilme gezeigt. Sie gehen der Frage nach, wie die US-amerikanischen Soldaten damals Deutschland und die Deutschen sahen. Sie erklären, wie die Amerikaner die Verwaltung Deutschlands neu organisierten. Um 17 Uhr schließt sich der Besuch der Ausstellung „Kriegsende und Versorgungslage in Wuppertal“ im Haus der ehemaligen Komsumgenossenschaft an.

Durch die Ereignisse in der Ukraine, durch den neuerlichen Krieg in Europa gewinnen Vortrag, Filme und Ausstellung einen beklemmenden Gegenwartsbezug,

Zensur im Preußen der Jahre 1830 bis 1848/49

Das ist mit einem weiteren Hauptthema im Programm des Historischen Zentrums nicht anders. Dabei geht es allerdings um Pressfreiheit, um Zensur und die damit verbundene Unterdrückung der Meinungsvielfalt. Vom 3. Oktober bis 5. Januar 2016 ist im Engels-Haus und in der Remise die Ausstellung „Die freie Presse ist das überall offene Auge des Volksgeistes“ zu sehen. Darin geht es um die von Karl Marx und Friedrich Engels radikal-demokratische Neue Rheinische Zeitung, und es geht um Zensur in Preußen vom 1830 bis 1848/49.

Auch diese Geschichte findet in der Gegenwart ihre Fortsetzung. Zensur gibt es immer noch und wieder zunehmend in vielen Staaten der Erde. Dazu gesellt sich mittlerweile blutiger Terror gegen freie Meinungsäußerung. ll