Chor und Orchester der Bergischen Universität spielten ihr Konzert zum Semesterende in der Immanuelskirche.

Chor und Orchester der Bergischen Universität spielten ihr Konzert zum Semesterende in der Immanuelskirche.
Für den Chor und das Orchester der Universität standen die Besucher in der Immanuelskirche Schlange.

Für den Chor und das Orchester der Universität standen die Besucher in der Immanuelskirche Schlange.

Anna Schwartz

Für den Chor und das Orchester der Universität standen die Besucher in der Immanuelskirche Schlange.

Wuppertal. Das mittlere Parkett inklusive Apsis der Immanuelskirche war für Besucher gesperrt. Denn Notenpulte plus Stühle, Keyboards, Schlagzeug, E-Bass- und E-Gitarre-Anlage hatten Vorzugsrecht. Also musste man auf die Seiten, die eigentliche Bühne und die Emporen ausweichen. Vor der Veranstaltung standen die Besucher in einer Schlange, die bis nach draußen reichte, an der Abendkasse. Was war los? Nein, keine Stars aus Rock, Pop, Jazz oder der Klassik gaben dort ein Gastspiel.

Es waren schlicht und einfach Chor und Orchester der Bergischen Universität Wuppertal, die ihr übliches Kon-zert zum Semesterende veran-stalteten. Es muss sich wohl herumgesprochen haben, dass es unter der Ägide von Christoph Spengler Laienmusiker und -sänger gibt, die neben ihrem regulären Studium beziehungsweise Job an der Akademie leidenschaftlich gemeinsam musizieren.

Anständige barocke Klänge

Das war an diesem Abend unüberhörbar und -sehbar. Gleich zu Beginn ließen die Blechbläser die eigenhändig für ihre Instrumente arrangierte „A Moorside Suite“ von Gustav Holst strahlend erklingen. Zwei Ouvertüren aus dem Bereich des Musiktheaters - Gioacchino Rossinis Vorspiel zu „Der Barbier von Sevilla“ und Franz von Suppés Einleitung zu „Dichter und Bauer“ - spielte das gesamte Orchester genauso hoch engagiert.

Sechs Musiker und Spengler am Keyboard mit Cembalo-Sound sorgten für anständige barocke Klänge bei Robert Woodcocks fünftem Concerto. Chor und Ferienchor der Uni gaben Evergreens aus den USA zum Besten. Kermit aus der Muppet Show kam mit „Bein’ Green“ zu Wort. Der „Java Jive“ wie auch Cole Porters „Night And Day“ und „Just One Of Those Things“ kamen schwungvoll aus der früheren Altarnische.

Und der Sologesang von Katharina Schumacher beim Beatles-Song „Let it be“ war angemessen stimmgewaltig. Fünf unterhaltsame Oldies aus der guten alten Big-Band-Zeit - darunter „Pennsylvania 6-5000“ und „Sing, sing, sing“ - spielten zudem die Musiker mit viel Verve. Stars bei einem Filmmusik-Medley aus dem ersten Teil der berühmten Trilogie „Der Herr der Ringe“ waren vier Kinder, die ein Lied daraus ungemein ergreifen vortrugen.

Und Chorhighlights aus dem Musical „Wicked“ von Stephen Schwartz präsentierten Chor und Orchester recht harmonisch. Es war überhaupt nicht schlimm, wenn zwischendurch ein paar Kleinigkeiten daneben gingen. Denn die große Spielfreude aller Interpreten war maßgebend und übertrug sich voll auf das Publikum. So war die Begeisterung riesig – also wurden die beiden letzten Abschnitte aus „Der Herr der Ringe“ und „Wicked“ kurzerhand als Zugaben wiederholt.

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