Beim letzten Liebes-Interview waren Catarina und Thomas Laske noch zu zweit. Diesmal feiern sie den Valentinstag zu dritt.

An jedem Tag entdeckt sie etwas Neues: Letizia ist der ganze Stolz ihrer Eltern. Catarina und Thomas Laske leben mit ihr im Zooviertel.
An jedem Tag entdeckt sie etwas Neues: Letizia ist der ganze Stolz ihrer Eltern. Catarina und Thomas Laske leben mit ihr im Zooviertel.

An jedem Tag entdeckt sie etwas Neues: Letizia ist der ganze Stolz ihrer Eltern. Catarina und Thomas Laske leben mit ihr im Zooviertel.

Andreas Fischer

An jedem Tag entdeckt sie etwas Neues: Letizia ist der ganze Stolz ihrer Eltern. Catarina und Thomas Laske leben mit ihr im Zooviertel.

Wuppertal. Die Liebe zur Musik entsteht manchmal ganz schön früh. Wenn sie größer ist, kann Letizia Laske davon womöglich ein Lied singen. Denn so viel steht fest: Sie war im Sommer 2009 noch gar nicht geboren, erlebte aber schon ihre erste Premiere.

"Bei den Festspielen in Bayreuth hat sie den halben ,Ring’ gehört", verrät Papa Thomas Laske und ist sichtlich stolz. Tochter Letizia hat ihre erste Oper an einem ganz besonderen Platz verfolgt - in Mamas Bauch. Wie sie reagiert hat? Ihre Mutter weiß es noch ganz genau: "Sie hat gestrampelt. Aber das kann auch am unbequemen Sitz gelegen haben", sagt Catarina Laske-Trier und schmunzelt.

Überhaupt wird bei Laskes viel gelacht- nicht erst, aber vor allem seitdem die zwei Monate junge Tochter auf der Welt ist. Der Name wurde ja auch alles andere als willkürlich gewählt. "Er kommt aus dem Lateinischen - von laetus - und bedeutet: munter, fröhlich, froh."

So ändern sich die Zeiten. Vor zwei Jahren stellte die WZ das musikalische Paar vor: Im Interview zum Valentinstag verrieten die Sinfonikerin und der Opernsänger, dass sie nicht nur die Liebe zur Musik verbindet. Nun teilen die Flötistin und der Bariton noch viel mehr: die Liebe zu Tochter Letizia Maria, die am 3.Dezember auf die Welt kam.

"Das Schönste, was ich zur Geburt hörte, war: "Es gibt jetzt nur noch Premieren für euch.’" Catarina Laske-Trier kann das inzwischen nur bestätigen. Jeden Tag erlebt die Familie Neues, nur eines ist definitiv geblieben: das Strahlen in den Augen. Am Tag nach der Geburt war es besonders auffallend: Laske hatte seinen ersten Auftritt als Vater - passenderweise in der Oper "Der Liebestrank". "Er soll noch gefühlvoller als sonst gesungen haben, wie die Kollegen danach erzählten", freut sich seine Frau.

Privat erlebt Thomas Laske derzeit einen wunderbaren Neuanfang: Der Bariton genießt seine neue (Vater-)Rolle. Beruflich sieht der Ensemble-Sprecher den Neustart der Wuppertaler Bühnen mit gemischten Gefühlen: Die neuen Intendanten und die Ensembles sind mit viel Elan und großen Erwartungen in die Spielzeit gestartet - inzwischen drückt das städtische Spardiktat die Stimmung. "Ich befürchte, dass man sich in Wuppertal in die eigenen Füße schießt. Die Leute, die hier Gewerbesteuer zahlen, gehen in die Oper und ins Theater", sagt Laske. Wenn die Kultur als Standortfaktor Bedeutung verliere, "zieht das einen Rattenschwanz hinter sich. Dann ziehen am Ende auch wichtige Steuerzahler weg."

"Wir haben schon in den vergangenen Jahren mit immer geringeren Zuschüssen gearbeitet", betont Laske. "Ich sehe das an den täglichen Abläufen. Wir können nicht noch mehr sparen - nicht auf diesem künstlerischen Niveau."

Gesungen hat Laske sogar im Geburtsvorbereitungskurs - nicht ganz freiwillig, sondern auf Bitte der anderen Eltern. "Wenn ein ausgebildeter Sänger richtig loslegt, wackelt das Gebäude", betont die Sinfonikerin. Weshalb sie den werdenden Müttern auch den liebevollen Tipp gab: "Dann haltet euch mal die Bäuche fest." Gesungen wird inzwischen von zwei Seiten, denn das Paar hat die perfekte musikalische Arbeitsteilung gefunden: Er singt zum Einschlafen, sie beim Wickeln. Und wie feiert die kleine Familie diesmal den Valentinstag? "Das sehen wir kurzfristig. Wir lassen uns überraschen. Jetzt gibt ja Letizia den Rhythmus vor."

Das Opernhaus kennt sie bereits: Während einer "Fidelio"-Aufführung hat sie ihren Vater hinter den Kulissen besucht - prompt wurde der Schminktisch zum Bett. Auch das Schauspielhaus ist ihr schon vertraut: "Ihre erste Demo hat sie mit acht Wochen erlebt." Die Mutter erzählt es mit einem Lachen, denn Ende Januar, beim 24-Stunden-Protesttag der Wuppertaler Bühnen, hat Letizia "fleißig mitgegrölt".

Die nächste Premiere steht in der Karwoche an: Wenn Thomas Laske in Leipzig auftritt, soll auch der Nachwuchs dabei sein. "Zum Glück ist sie kein Schreikind. Trotzdem sind wir auf die erste Hotel-Erfahrung sehr neugierig."

Gespannt ist das Paar vor allem auch darauf, wann die Tochter ihre Premiere als Sängerin erlebt. "Wir können es kaum erwarten, sie beim Kinderchor der Wuppertaler Bühnen anzumelden." Bei den Genen kann das eigentlich nur der Beginn einer wunderbaren Karriere werden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer