Das Sinfonieorchester stellte dem Konzertpublikum von morgen Camille Saint-Saens große zoologische Fantasie vor.

Schulkonzert
Beim Schulkonzert im Mendelssohn-Saal der Stadthalle saßen am Mittwochvormittag brüllende Löwen sowohl am Kontrabass auf der Bühne als auch maskiert im Publikum.

Beim Schulkonzert im Mendelssohn-Saal der Stadthalle saßen am Mittwochvormittag brüllende Löwen sowohl am Kontrabass auf der Bühne als auch maskiert im Publikum.

Uwe Schinkel

Beim Schulkonzert im Mendelssohn-Saal der Stadthalle saßen am Mittwochvormittag brüllende Löwen sowohl am Kontrabass auf der Bühne als auch maskiert im Publikum.

Wuppertal. „Kommst Du heute auch als Löwe?“ Ganz vertraut schäkern die Kinder beim Schulkonzert „Karneval der Tiere“ in der Stadthalle mit dem Moderator Martin Schacht, den sie von seinen Besuchen in der Schule kennen. Das Education-Team des Sinfonieorchesters Wuppertal hat sich bei der Vorbereitung dieses Konzertes wieder viel Mühe gegeben, und auch die Sinfoniker machen jeden Spaß mit: Klarinettist Bernhard Wagner tritt als Hahn mit einer Gockel-Mütze auf, Schlagzeuger Benedikt Clemens mit einem Skelett-Kostüm und Robert Kissel trägt am Kontrabass zum Anzug ein Tutu.

„Man kann doch nicht ohne gescheite Musik feiern“

Witzig, gefühlvoll und spritzig spielen die Sinfoniker unter Leitung von Harry Curtis die abwechslungsreichen Melodien von Camille Saint-Saens. „Man kann doch nicht feiern ohne gescheite Musik“, erklärt dazu Martin Schacht und lädt die Kinder zur großen Karnevalsparty ein. Manche haben fantasievoll gestaltete Tiermasken dabei, andere haben Bilder gemalt, gebatikt oder zusammengeklebt, die im Foyer ausgestellt werden.

Die Querflötistin lässt die Vögel tirilieren

Immer wieder macht Schacht deutlich, wie der Komponist die einzelnen Tiere darstellt. Der Löwe brüllt am Kontrabass und Klavier, und die Querflötistin Julia Bremm lässt virtuos die Vögel tirilieren.

Hervorragend aufeinander eingespielt und sehr gewandt musizieren auch die beiden jungen Pianisten Laura Pitz und Tobias Haunhorst von der Wuppertaler Musikhochschule in ihren Solopartien. Erstaunte Ausrufe füllen den Zuschauerraum, als die beiden erzählen, dass sie fünf Stunden am Tag üben.

Die Kinder singen die Melodie des Löwen mit („Wie der Löwe stolz und mächtig eingebildet schreiten kann“) und hüpfen wie die Kängurus. Begeistert kommentieren sie auch die Bilder, mit denen Schacht demonstriert, wie lange Saint-Saens gelebt hat: Er habe die Erfindung von Telegraf („Vorläufer der SMS“), Radio, Auto und Dampfeisenbahn miterlebt.

Und am Ende bleiben noch viele Kinder bei Martin Schacht und seinen Kollegen Nikola Hammer und Gerald Hacke stehen, um über Löwen und Skelette zu reden und sich Autogramme zu holen.

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