Theater-Chef Thorsten Hamer führt Regie und steht auch selbst auf der Bühne.
Theater-Chef Thorsten Hamer führt Regie und steht auch selbst auf der Bühne.

Theater-Chef Thorsten Hamer führt Regie und steht auch selbst auf der Bühne.

marcpierre

Theater-Chef Thorsten Hamer führt Regie und steht auch selbst auf der Bühne.

Wuppertal. Lilly Pieper (Christiane Breucker) ist eine äußerst nervtötende Person – das ist aber gut so, denn sonst wäre das neue Stück „Keine Leiche ohne Lilly“ bei weitem nicht so lustig, wie es derzeit im Leo Theater präsentiert wird. Denn so könnte sie dem arme Inspektor Harry Baxter (Thorsten Hamer) nicht einen Nervenzusammenbruch nach dem anderen verpassen. Mrs. Pieper hat Scotland Yard alarmiert, nachdem sie in Mr. Logans Büro eine Leiche entdeckt hat. Doch noch während sie mit der Polizei telefoniert, taucht die Leiche direkt neben ihr auf: „Sie verfolgt mich. Diese Leiche hat eine Schwäche für mich.“ Es ist ihr Chef Mr. Marshall.

Als dann der von einer Erkältung geschwächte und leicht reizbare Inspektor eintrifft, passiert das Unmögliche: Die Leiche ist verschwunden. Inspektor Baxter reißt daraufhin die Hutschnur. Doch das Blut auf dem Stuhl in der Ecke lässt ihn aufhorchen, und so versucht er, seine Ermittlungen zu beginnen – trotz der ständigen Unterbrechungen von Lilly , die ihm nicht nur versucht zu erklären, wie er seinen Job zu tun habe, sondern auch gerne Mal die Befragung von Zeugen übernimmt. Alle Mitarbeiter der Firma werden damit zu Verdächtigen, auch Mrs. Pieper selbst. Thorsten Hamer hat die Krimi-Komödie von Jack Popplewell herrlich inszeniert. Christiane Breucker spielt Lilly gekonnt nervig-naiv, aber ebenso intelligent. Ihre Ermittlungen haben beinahe etwas von Inspektor Columbo. Hamer selbst überzeugt als höchst ungeduldiger Inspektor mit Hang zur Haltlosigkeit. Der Zuschauer befindet sich dabei im Büro von Mr. Marshall. Dort werden alle Verhöre vorgenommen und wird Tratsch ausgetauscht. Und dort wird Lilly auch überfallen: „Er warf mich zu Boden. Ich weiß nicht warum. Vor 20 Jahren hätte ich gewusst, warum.“

Gut zwei Stunden dauert die Vorführung, die das Zwerchfell ordentlich zu trainieren vermag. Doch was ist mit der Leiche? Plötzlich steht Mr. Marshall höchstpersönlich und äußerst lebendig in der Tür. Und da nimmt die Geschichte eine bedeutende Wendung. Doch eine Leiche und einen Mörder wird Lilly Pieper an diesem Abend trotzdem noch finden. Wer das sein wird, kann das Publikum bei den nächsten Vorstellungen am 17. und 27. März erfahren. Nähere Infos gibt es unter Telefon 8707 2964 und auf der Homepage des Theaters.

 

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