Wuppertal. Impressionistische Klänge aus Frankreich in der ungewöhnlichen Besetzung Querflöte, Harfe und Streichtrio präsentierten die Wuppertaler Sinfoniker im dritten Kammerkonzert in der Stadthalle. Wobei Manuela Randlinger-Bilz damit zu kämpfen hatte, dass ihrer Harfe mitten im Konzert eine Saite riss. Davon unbeeindruckt musizierten Ulrike Siebler, Anna Heygster, Momchil Terziyski und Michael Hablitzel jedoch sehr gut aufeinander eingespielt, mit vielen verschiedenen Klangfarben und voller Elan.

Es waren fünf weitgehend unbekannte Werke vom Beginn des 20. Jahrhunderts, die das Quintett in unterschiedlichen Besetzungen präsentierte. Den Auftakt machte Charles Koechlins „Primavera“. Der erste Satz hörte sich wie das Flirren von Vögeln an, im Adagio schuf das Quintett schöne Klangfarben. Anschließend gestalteten Flöte und Harfe ein einfaches Hirtenlied. Siebler brauchte eine Weile, um an der Querflöte zu ihrem gewohnt schönen Ton zu finden. Im vierten Satz spielten die Musiker versiert die komplizierten Rhythmen.

Beschwingte Salonmusik und schwelgerische Klangwolken

Lyrisch – mit weit gespannten Linien – gab sich die „Petite Suite“ für Flöte, Viola und Harfe (André Jolivet). Weniger Motivarbeit als liegende Klänge prägten auch das „Quintette instrumentale“ (Heitor Villa-Lobos). Voller reizvoller Themen hingegen riss das hübsche Trio für Violine, Viola und Violoncello (Jean Francaix) mit. Beim rasanten Beginn wirkte das Cello mit viel Pizzicato als Rhythmusinstrument. Das Scherzo hatte das Flair von beschwingter Salonmusik, mit beschwipst rutschenden Tönen. Nach einem sanften Andante folgte als letzter Satz ein fröhlich-lebhaftes Rondo. Der Schalk blitzte aus den Motiven, die sich die Musiker zuwarfen, um dann wieder unvermittelt virtuos dahinzufliegen. In schwelgerischen Klangwolken badete zum Abschluss Joseph Jongen im „Concert à cinq“.

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