Kamiokas Stellvertreter Joachim Arnold über dessen Pläne mit der Oper und dem Orchester.

Toshiyuki Kamioka mit seinem Stellvertreter in der Oper, Joachim Arnold. Archiv
Toshiyuki Kamioka mit seinem Stellvertreter in der Oper, Joachim Arnold. Archiv

Toshiyuki Kamioka mit seinem Stellvertreter in der Oper, Joachim Arnold. Archiv

Uwe Schinkel

Toshiyuki Kamioka mit seinem Stellvertreter in der Oper, Joachim Arnold. Archiv

Wuppertal. Kamiokas Stellvertreter Joachim Arnold über dessen Pläne mit der Oper und dem Orchester.

Herr Arnold, hat Toshiyuki Kamioka seinen Vertrag ab 2016 gekündigt?
Joachim Arnold:
Er hat nicht gekündigt, und ihm wurde auch nicht gekündigt.

Sie haben Kamiokas Stellungnahme mit ihm abgestimmt. Fühlt er sich von der Stadt getäuscht?
Arnold:
Es hat ein vertrauliches Hintergrundgespräch stattgefunden — dabei ist es doch normal, dass man alle denkbaren Szenarien mal durchspielt. Dass er 2016 mit allem aufhören will, hat er weder so gesagt noch so gemeint.

Will er denn seinen Vertrag als Intendant und Generalmusikdirektor tatsächlich bis 2021 erfüllen?
Arnold:
Das kann ich nicht sagen. Es ist in unserer Branche doch alles in Bewegung. Er überlegt sicher ernsthaft, wie lange er die Doppelbelastung schaffen kann. Aber das gilt primär für die Oper, das hat nichts mit dem Sinfonieorchester zu tun. Dort gibt es keinen Streit, auch nicht über die Japanreise. Herr Kamioka ist auch nicht beleidigt, dass manche nicht dorthin fahren wollten. Das Orchester möchte er sicher nicht aufgeben.

Sie können sich wirklich vorstellen, dass Herr Kamioka sich unter einem anderen Intendanten wieder auf das Amt des Generalmusikdirektors beschränkt?
Arnold:
Warum denn nicht? Es kommt doch darauf an, wie die Zusammenarbeit zwischen dem Generalmusikdirektor und dem künstlerischen Leiter der Oper geregelt wäre - dafür ist sicher die konsequente Fortsetzung der neuen Struktur, von der wir alle überzeugt sind, die Voraussetzung.

Könnte eine Lösung möglicherweise mit Ihnen zu tun haben?
Arnold:
Das hat auf gar keinen Fall mit meiner Person zu tun.

Wie läuft es denn aus Ihrer Sicht im Opernhaus?
Arnold:
Es ist eigentlich alles auf einem guten Weg. Wir sind künstlerisch auf Kurs, unsere Vorstellungen laufen sehr gut und haben großen Erfolg beim Publikum. Die Reaktionen von außen sind positiver geworden, im Haus herrscht ein guter Geist. Klar, der Verkauf könnte noch ein bisschen besser sein – aber das ist wie überall. Es gibt keinen Grund für irgendeinen Knall.

Denken Sie, dass es noch einen Ausweg aus dieser verfahrenen Situation gibt?
Arnold:
Man wird miteinander reden. Nächste Woche Mittwoch findet ja auch eine Aufsichtsratssitzung statt.

Glauben Sie denn, dass eine weitere Zusammenarbeit möglich ist?
Arnold:
Aber selbstverständlich. Man sollte das alles nicht überbewerten. Wenn man in der Öffentlichkeit steht, kriegt man immer mal etwas ab, und dann macht man weiter.

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