Jan Lisiecki spielt am 25. Februar in der Stadthalle. Zusammen mit dem Zürcher Kammerorchester setzt er dabei auf Mozart.

Jan Lisiecki spielt am 25. Februar in der Stadthalle. Zusammen mit dem Zürcher Kammerorchester setzt er dabei auf Mozart.
Jan Lisiecki, Kanadier mit polnischen Wurzeln, ist ein gefeierter Star am Piano – trotz seiner jungen 20 Jahre.

Jan Lisiecki, Kanadier mit polnischen Wurzeln, ist ein gefeierter Star am Piano – trotz seiner jungen 20 Jahre.

dpa

Jan Lisiecki, Kanadier mit polnischen Wurzeln, ist ein gefeierter Star am Piano – trotz seiner jungen 20 Jahre.

Wuppertal. 20 Jahre ist Jan Lisiecki alt, doch die Konzerthistorie des Kanadiers mit polnischen Eltern liest sich wie bei einem langjährigen Star der Pianistenszene: Er hat mit den New Yorker Philharmonikern, mit Yo-Yo Ma und Pinchas Zuckermann, in London, Tokio, San Francisco, Berlin, Brüssel, Chicago, Lissabon gespielt – die Liste ließe sich lange fortsetzen. Und wie viele seiner Kollegen können überhaupt je berichten, dass der Dirigent Claudio Abbado sie anruft, ob sie mal eben in Bologna für die legendäre Martha Argerich einspringen können? Da war Lisiecki gerade 18 geworden. Selbst solch eine mit Erwartungen überfrachtete Aufgabe geht er locker an: „Ich fühle keinen Druck und setze mich auch keinem aus“, sagte der Pianist damals dem „Spiegel“, der ihn als „Genie-Teenie“ bezeichnete.

Lisiecki, der am nächsten Donnerstag in der Stadthalle spielt, ist nicht nur musikalisch ein Überflieger. Mit fünf Jahren begann sein Klavierunterricht am Mount Royal University Konservatorium. Mit neun Jahren spielte er erstmals mit einem Orchester. Mit 15 Jahren nahm ihn die Deutsche Grammophon exklusiv unter Vertrag. Da war er auch gerade mit der Schule fertig, denn auf Empfehlung des Schulrates hatte er vier Klassen übersprungen.

Der Musiker selbst sieht sich allerdings keineswegs als Wunderkind, sondern schlicht als jemanden, der täglich hart am Klavier arbeitet. Der junge Pianist überzeugt indes nicht nur durchs Handwerkliche wie Technik und Fingerfertigkeit, sondern beeindruckt sowohl durch die Natürlichkeit als auch die Reife und Tiefe seines Vortrags. Dafür wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, wie dem Leonard Bernstein-Preis des Schleswig-Holstein-Festivals. Manche Wuppertaler werden ihn auch schon mal gehört haben. Schließlich spielte Jan Lisiecki vor gut zwei Jahren im Rahmen des Bayer-Klavierzyklus schon einmal in der Stadthalle und wurde für sein mitreißendes und differenziertes Spiel bedacht.

Am Donnerstag, 25. Februar, spielt Jan Lisiecki mit dem hochrenommierten Zürcher Kammerorchester unter Leitung von Willi Zimmermann um 20 Uhr in der Stadthalle. Den Programmschwerpunkt legt der Pianist auf Wolfgang Amadeus Mozart mit dem Marsch D-Dur sowie den Klavierkonzerten Nr. 20 und 21. Dazu spielen sie Franz Schuberts Sinfonie Nr. 5 B-Dur. Karten zwischen 22,60 und 55,60 Euro bekommt man unter Telefon 563 7666 und online.

www.kulturkarte-wuppertal.de

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer