Der Instrumental-Verein spielt Dvoák, Mozart und Schumann.

Christof Hilger leitet das Konzert mit großem Einsatz.
Christof Hilger leitet das Konzert mit großem Einsatz.

Christof Hilger leitet das Konzert mit großem Einsatz.

Andreas Fischer

Christof Hilger leitet das Konzert mit großem Einsatz.

Wuppertal. Der Instrumental-Verein kann eine Menge: Nicht nur laut und leise spielen, sondern auch leicht und flockig, dramatisch und aufgewühlt, sanft und säuselnd. Beim jährlichen Sinfoniekonzert in der gut besetzten Stadthalle beweist das alteingesessene Laienorchester unter der Leitung des jungen Dirigenten Christof Hilger all diese Tugenden.

Die Streicher spielen klangschön und technisch versiert

Mit Anton Dvoáks "Legenden" hat Hilger ein Stück ausgesucht, mit dem das Orchester brillieren kann. Sehr klangschön und technisch versiert agieren die Streicher, mit auffallend wohltönenden Mittelstimmen. Hilger hat ein großes Gefühl für Klangfarben, zaubert duftige Wolken und verträumte Stimmungen. Einziges Manko: Ein oder zwei Holzbläser intonieren durchgehend knapp daneben und trüben dadurch den Gesamteindruck erheblich. In den Soli hingegen spielen die Bläser perfekt und tonschön.

Anschließend folgt das Hornkonzert Nr. 3 in Es-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Solistin Clara-Christine Hohorst, Solohornistin im Philharmonischen Orchester Essen, tritt in einem extravanganten Kleid auf, dessen schwarze Volants die Kurven und Windungen ihres Horns wiederholen. Musikalisch besticht sie mit einem sehr hellen, brillanten Hornklang und guter Phrasierung der Mozart’schen Motive. Das Orchester ist ihr ein guter, aufmerksamer Partner.

Nach der Pause steht Robert Schumanns Sinfonie Nr. 3, die "Rheinische" auf dem Programm. Hier können auch die hervorragenden Blechbläser des Orchesters glänzen.

Sehr schön gestaltet Hilger die weiten, verwobenen Linien. Immer mit einem Lächeln auf den Lippen animiert er seine Musiker, seine Gesten sind voller Intensität. Deutlich hörbar ziehen sich die Motive durch die einzelnen Stimmen, fein aufeinander abgestimmt.

Das nächste Mal tritt der Instrumental-Verein Wuppertal am Sonntag, 30. August, beim Johannisbergfest auf. Ein Orchesterkonzert folgt am Samstag, 14. November, um 19 Uhr in der Immanuelskirche. Das Sinfoniekonzert 2010 ist für den 14. März in der Stadthalle geplant.

Der Instrumental-Verein sucht immer versierte neue Musiker. Wer mitspielen möchte, kann sich beim Vorsitzenden Ulrich Kaiser unter der Telefonnummer 44 53 25 melden.

Die Zuhörer, offenbar viele langjährige Fans, applaudieren begeistert. Sie werden abschließend mit einem Slawischen Tanz von Dvoák als Zugabe belohnt.

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