Schauspielerin Romina Jugel steht im Kammerspielchen auf der Bühne.

Romina Jugel tritt regelmäßig im Kammerspielchen an der Westkotter Straße auf.
Romina Jugel tritt regelmäßig im Kammerspielchen an der Westkotter Straße auf.

Romina Jugel tritt regelmäßig im Kammerspielchen an der Westkotter Straße auf.

Andreas Fischer

Romina Jugel tritt regelmäßig im Kammerspielchen an der Westkotter Straße auf.

Wuppertal. „Ich bin eine totale Lokalpatriotin“, sagt Romina Jugel. Die Wuppertaler Schauspielerin ist zurzeit im Kammerspielchen in der Komödie „Die 39 Stufen“ zu sehen. Sie lebt und spielt gerne in Wuppertal – schon seit der Schulzeit, als sie in der Theater AG erste Einblicke in ihren heutigen Beruf erhaschte.

Eine klassische Schauspielausbildung hat sie nicht. Nach dem Gesangsunterricht landete sie im Musicalensemble der Bergischen Musikhochschule, wechselte dann an das Kinder- und Jugendtheater. Von dort war der Schritt ins Kammerspielchen nicht mehr weit. Doch hörte auch sie irgendwann den berühmten Satz der Eltern: „Lern doch erstmal was Anständiges.“

„Die Bühne ist ein heiliger Raum. Sobald man auf der Bühne steht, sind alle gleich.“

Romina Jugel, Schauspielerin

Doch Spaß hatte Jugel immer nur rund um die Bühne. Und so entschied sie sich, eine Bewerbung an das Bremer Concordia-Theater zu schicken und dort für eine Spielzeit eine Ausbildung zu machen. In dieser Zeit konnte sie in viele Bereiche eintauchen – in die Technik, die Regieassistenz und das Spiel auf der Bühne.

„Ich finde es toll, mich so intensiv mit einer anderen Person zu befassen“, sagt Jugel. Nachdem sie ein Drehbuch gelesen hat, ist für sie die Erarbeitungsphase am spannendsten: „Ich denke mir immer eine ganze Lebensgeschichte zu den Rollen aus.“ Speziell die Laura im Stück „Gatte gegrillt“ habe sie fasziniert. „Den Verfall einer Person zu spielen ist toll.“ Natürlich genießt sie an der Schauspielerei den Applaus und damit die direkte Rückmeldung auf ihre Arbeit: „In welchem anderen Beruf gibt es das schon?“ Das Drama mag sie sehr, hat aber mit „Die 39 Stufen“ nun auch die Komödie kennengelernt. „Das ist sehr schwierig zu spielen, denn die Zuschauer dürfen nicht mitbekommen, dass man das selbst auch lustig findet.“

Während ihrer Zeit in Bremen und beim Kinder- und Jugendtheater machte Jugel auch die ersten Erfahrungen mit der Theaterpädagogik. Diesen Pfad möchte sie nun in Zukunft weiter verfolgen: „Ich muss nicht immer auf der Bühne stehen.“ So wird sie im kommenden Jahr eine Ausbildung in Neuss machen, um als staatliche anerkannte Theaterpädagogin mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten.

Jugel möchte vor allem Jugendlichen mit Migrationshintergrund ein Forum geben „Die Bühne ist ein heiliger Raum. Sobald man auf der Bühne steht, sind alle gleich.“ Auch wenn sie ihr Weg erstmal nach Neuss und weg von der Bühne führt, wird sie Wuppertal dennoch erhalten bleiben: Die Lokalpatriotin will unbedingt wieder hier arbeiten.

» „Die 39 Stufen“ sind am 20. Januar, 20 Uhr, 29. Januar, 19 Uhr, 2. Februar, 20 Uhr, und zuletzt am 5. Februar, 19 Uhr, an der Westkotter Straße 27 zu sehen. Karten: Telefon 946 999 20.

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