Ralf Budde setzt im TiC-Theater „Das indische Tuch“ in Szene.

Interview
Schussbereit: Andreas Wirth, Carsten Müller, Dilara Baskinci und Klaus Hasbach (von links nach rechts) proben im TiC. Am 22. Februar feiern sie Premiere: „Das indische Tuch“ ist um 20 Uhr an der Borner Straße zu sehen.

Schussbereit: Andreas Wirth, Carsten Müller, Dilara Baskinci und Klaus Hasbach (von links nach rechts) proben im TiC. Am 22. Februar feiern sie Premiere: „Das indische Tuch“ ist um 20 Uhr an der Borner Straße zu sehen.

Der Krimi ist Chefsache: Bühnen-Leiter Ralf Budde führt in Cronenberg Regie.

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Schussbereit: Andreas Wirth, Carsten Müller, Dilara Baskinci und Klaus Hasbach (von links nach rechts) proben im TiC. Am 22. Februar feiern sie Premiere: „Das indische Tuch“ ist um 20 Uhr an der Borner Straße zu sehen.

Herr Budde, Sie feiern am 22. Februar Premiere im TiC. Was unterscheidet „Das indische Tuch“, das Sie in Cronenberg inszenieren, von der Filmfassung?

Ralf Budde: Die Mittel des Theaters sind immer andere als die Mittel des Films. Von daher unterscheiden sich die Bühnenfassungen fast immer von den Verfilmungen. So auch hier: Der Roman von Edgar Wallace und dessen bekannte Verfilmung dienen als Vorlage für eigenständige Handlungsstränge und Personen. Selbstverständlich dürfen dabei die typischen schrägen und rätselhaften Wallace-Charaktere nicht fehlen, wie man sie aus den Filmen kennt. Und der Humor darf selbstverständlich auch nicht zu kurz kommen: Wie immer gibt es auch bei diesem TiC-Krimi eine gute Portion Augenzwinkern. Eines aber bleibt auf jeden Fall bestehen: Es gibt natürlich auch bei uns den geheimnisvollen Mörder mit dem ominösen indischen Tuch – und einen hohen Gruselfaktor.

Was hatte Edgar Wallace, was andere Krimiautoren nicht haben?

Budde: Wenn wir heute von Edgar Wallace sprechen, meinen wir meistens die Verfilmungen aus den 50er und 60er Jahren. Die Romane von Wallace werden ja meist eher weniger gelesen, so dass unser Bild maßgeblich von den oft mit Star-Besetzung gedrehten Filmen geprägt ist. Sie leben zweifellos von einem treffsicheren Gespür für Dramaturgie, von Effekten und griffigen Charakteren. Sicherlich haben gerade auch die Verfilmungen den Weg zu einer Sichtweise auf die Kriminalliteratur geebnet, die das Genre mit einer gewissen Selbstironie zeigt.

„Das Erdrosseln hat gerade in unserem kleinen Theater immer etwas Effektvolles.“

Haben Sie eine Lieblingsszene?

Ralf Budde leitet das TiC-Theater zusammen mit Stefan Hüfner. Seine Sicht auf „Das indische Tuch“ stellt er am Freitag, 22. Februar, um 20 Uhr an der Borner Straße vor. Die Premiere ist bereits ausverkauft. Die Vorstellung am Sonntag, 3. März, beginnt bereits um 15.30 Uhr. Gespielt wird auch am Samstag, 9. März, um 20 Uhr, am Sonntag, 10. März, um 19 Uhr und am Freitag, 15. März, um 20 Uhr.

Karten gibt es im Theater unter Telefon 47 22 11 und im Netz auf:
tic-theater.de

Budde: Da gibt es sicherlich mehrere. Natürlich sind die Mord-Szenen sehr spektakulär, denn das Erdrosseln hat ja gerade in unserem kleinen Theater immer etwas Effektvolles. Wie ja überhaupt die Zuschauer im TiC-Theater das Geschehen und eben auch den Mörder hautnah erleben können. Diesmal kann das Publikum mit ihm nicht nur sprichwörtlich auf Tuchfühlung gehen. Zum anderen habe ich lange keinen Theater-Krimi mehr gelesen, der für eine sehr lange Zeit undurchschaubar bleibt und viele verwirrende Finten legt. Erst kurz vor Schluss fügt sich alles zusammen – bevor dann noch ein toller Showdown folgt.

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