Sänger und Instrumentalisten präsentierten ein abwechslungsreiches Adventsprogramm.

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Der Männerchor Bayer Leverkusen musizierte zusammen mit der Jungen Sinfonie Köln.

Der Männerchor Bayer Leverkusen musizierte zusammen mit der Jungen Sinfonie Köln.

Uwe Schinkel

Der Männerchor Bayer Leverkusen musizierte zusammen mit der Jungen Sinfonie Köln.

Wuppertal. Glasklare Stimmen, talentierte Solisten, perfekt umgesetzte und anspruchsvolle Stücke - ein Weihnachtszauber, der sich sanft wie Schneeflocken über die Stadthalle legt.

Alle Jahre wieder gelingt es dem Männerchor Bayer Leverkusen, mit seinem "vorweihnachtlichen Konzert" eine Insel der Besinnlichkeit im Weihnachtstrubel zu schaffen. Denn: "Weihnacht’ ist nicht weit!"

Seltener Genuss in der Stadthalle: Orgelspiel und Stimmpracht

Einen wahren Glücksgriff hatte der Chor mit den Solisten getan. Tatsächlich war es vor allem die Mischung aus dem kraftvollen Gesang der Männer und der engelsgleichen Stimme der Sopranistin Julia Klein ("Meine Seele dürstet nach Gott"), die das Publikum begeisterte. Junge Talente der Jungen Sinfonie Köln begleiteten diese wahre Stimmpracht.

Der eine oder andere gestandene Sänger bekam bei so viel Gefühl eine Gänsehaut. Und auch das Publikum war mucksmäuschenstill, als die sonoren Männerstimmen den Großen Saal mit ihrem Gesang erfüllten. Das volle Stimmvolumen präsentierte der 100 Mitglieder starke Chor bei "Creator alme Siderum" aus dem Gregorianik - eine epochale Hymne zum ersten Advent.

Dass die Sänger die Orgel, an der Harald Jüngst musizierte, in ihren Auftritt integrierten, war eine Freude - und schuf eine sakrale Atmosphäre, die die Zuhörer zum Mitsingen populärer Melodien animierte.

Die Kölnerin hat im vergangenen Jahr ihr Musikstudium mit Auszeichnung abgeschlossen. Seitdem hatte die Sopranistin an Kölner Bühnen Auftritte als Brautjungfer in Webers "Freischütz" und als Hodel in Bocks Musical "Anatevka".

Der Zwickauer (Bass) gastierte sechs Jahre lang bei den Bayreuther Festspielen und trat als Solist international auf.

Die Sänger setzten dann ein mit Cornelius’ "Das ist die stillste Zeit im Jahr". Anfangs waren noch leichte Nervosität im Tenor zu hören, doch diese legte sich bald. Chordirektor Ulrich Jung hatte ein abwechslungsreiches und besinnliches Programm mit Weihnachtsliedern, vorwiegend aus dem 19. und 20. Jahrhundert, zusammengestellt.

Mit Leichtigkeit boten die Sänger - überwiegend im gesetzteren Alter - Händels Oratorium "Der Messias", Mozarts "Nun ist geboren uns der Heiland", "Halleluja" dar und bestachen dabei durch saubere Chorsätze und auf den Punkt gebrachte Einsätze.

Nicht ohne Zugabe wurden die Zuhörer deshalb in den Winterabend entlassen - verzaubert von einem stimmungsvollen Konzert.

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