Von rund 100 Monet-Bildern im Von der Heydt-Museum ist nur eines zu verkaufen: Die „Nymphéas“ von 1917/18.

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„Nymphéas“ (Seerosen) heißt das einzig verkäufliche Bild der Monet-Ausstellung im Von der Heydt-Museum.

„Nymphéas“ (Seerosen) heißt das einzig verkäufliche Bild der Monet-Ausstellung im Von der Heydt-Museum.

Andreas Fischer

„Nymphéas“ (Seerosen) heißt das einzig verkäufliche Bild der Monet-Ausstellung im Von der Heydt-Museum.

Wuppertal. Eine gute Nachricht für Kunstfreunde, die Claude Monets Seerosen am liebsten im eigenen Wohnzimmer sähen: Sie können eines der rund 100 Bilder, die derzeit im Von der Heydt-Museum ausgestellt sind, kaufen. Die schlechte Nachricht: Für Otto Normalverbraucher ist es allerdings wohl kaum erschwinglich. 750.000 Euro kostet das Werk. Dabei ist gerade dieser Preis das Besondere an dem Gemälde - zumindest, wenn es um Eigentümer und Kunsthändler Achim Hagemeier geht: "Es gibt sonst kaum Monet-Werke, die nicht im Millionen-Bereich verkauft werden."

Das Bild hängt im Wuppertaler Museum in dem Raum, in dem Nachbildungen der Monet-Werke aus dem Pariser Musée de l’Orangerie zur Schau stehen. Es ist 27 mal 52 Zentimeter groß und zeigt die für den Künstler charakteristischen Seerosen in Grün- und Violetttönen. "Nymphéas" (deutsch: Seerosen) lautet entsprechend der Originaltitel. Ein goldener Rahmen im Stil des 19. Jahrhunderts umfasst es. Museumsmitarbeiterin Beate Eickhoff kennt die Geschichte des Bildes: "Monet malte es etwa um 1917 oder 1918. Es gehörte zu den Werken, mit denen er nicht ganz zufrieden war und die er am Ende seines Lebens zum Teil zerstörte."

Monet wollte das Bild zerstören

Einige dieser Werke oder Reste davon tauchte Jahre später auf dem Dachboden von Monets Haus auf - die "Nymphéas" waren dabei. Das Wildenstein-Institut, eine Stiftung für Kunstgeschichte, prüfte das Bild und bestätigte es als Monet-Original. "Es ist allerdings wohl nur ein Stück einer ursprünglich größeren Leinwand", meint Eickhoff.

Dass das Bild zum Verkauf steht, spiele für die Ausstellung im Von der Heydt-Museum allerdings keine Rolle, so Eickhoff: "Von den rund 35 Kunsthäusern aus aller Welt, die uns ihre Monet-Bilder geliehen haben, war eben nur ein gewerblicher Händler dabei. Wir vermitteln hier jedoch keine Kaufkontakte."

Dennoch ist die Nachfrage beim Frankfurter Kunsthandel Hagemeier seit Beginn der Ausstellung gestiegen. "Mit zwei Wuppertalern verhandele ich derzeit", verrät Händler Hagemeier. Vielleicht hängen die 750.000 Euro teuren Seerosen also schon bald in einem Wohnzimmer der Stadt...

Das Winterwetter hält die Kunstfreunde nicht von der Monet-Schau ab: Rund 150 000 Besucher waren bislang da, die Schlangen sind nach wie vor lang. Die Ausstellung ist bis zum 28. Februar täglich (außer montags) von 11 bis 20 Uhr, am Wochenende von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

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