Neuer Kunstverein will Wuppertal als Stadt zeitgenössischer Kunst bekannter machen.

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Noch bis Sonntag, 24. Oktober, sind in der Galerie des Neuen Kunstvereins im Kolkmannhaus Installationen von Thorsten Ebeling wie jene mit dem Titel „Fortschritt“ zu sehen.

Noch bis Sonntag, 24. Oktober, sind in der Galerie des Neuen Kunstvereins im Kolkmannhaus Installationen von Thorsten Ebeling wie jene mit dem Titel „Fortschritt“ zu sehen.

Uwe Schinkel

Noch bis Sonntag, 24. Oktober, sind in der Galerie des Neuen Kunstvereins im Kolkmannhaus Installationen von Thorsten Ebeling wie jene mit dem Titel „Fortschritt“ zu sehen.

Hofaue. Wie lange schon hat die Freie Szene einen eigenen Kunstraum gefordert. Jetzt ist sie selbst gefordert. Denn die Stadt Wuppertal stellt seit dem Frühjahr kostenfreie Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Kolkmannhauses zur Verfügung - und übernimmt damit keine weitere Verantwortung. Ein Teil der Kunstszene hat eigens einen Verein gegründet; jetzt läuft alles in Eigenregie und muss funktionieren. Denn weitere Zugeständnisse seitens des Kulturbüros sind nicht zu erwarten. Am ehesten wohl noch dann, wenn sich der Neue Kunstverein Wuppertal e.V. etablieren sollte.

Serie: Kunst(t)räume in Wuppertal (6)

Dass dies gelingt, davon ist der Erste Vorsitzende, Erik Schönenberg, überzeugt. Der Projektmanager und Kurator ist seit vielen Jahren in der Wuppertaler Kunstwelt aktiv, mit Organisation, Vorlaufzeiten und Abläufen ist er vertraut und weiß, dass zu einer lokalen Kunstszene unbedingt auch der Austausch mit auswärtigen Künstlern in der eigenen Stadt gehört.

Das Ziel: Kunst zeigen, diskutieren und miteinander vernetzen

"In zahlreichen Treffen und Diskussionen wurde deutlich, dass sowohl die Künstlerinnen und Künstler der Stadt als auch auswärtige zeitgenössische Künstler kein Forum in Wuppertal haben, welches neue Kunst zeigt, diskutiert und miteinander vernetzt", lautet deshalb ein ganz zentraler Satz im Kurzprofil des Vereins.

Zur Einweihung und ersten Ausstellung Anfang Mai wurden dann auch gleich neun auswärtige Künstler eingeladen. Der Titel "Wir laden ein..." sollte dabei verdeutlichen, dass hier die Vereinsmitglieder sowohl die Künstler als auch alle Beteiligten und eben auch alle Interessierten für diese Ausstellung und alle weiteren Veranstaltungen ausdrücklich einladen.

Überregional mehr Aufmerksamkeit erzielen

Die Arbeit des Vereins zielt auf eine überregionale Aufmerksamkeit und dient der Positionierung des Ausstellungsraumes wie der Stadt als interessanten Kunststandort mit einer zukunftsorientierten Kulturszene.

"Die vielen Besucher zeigen uns, dass es ein breites Kunst-Interesse gibt"

Seit Anfang September präsentiert der Kunstverein eine neunteilige Reihe, die bis Ende März im Dreiwochentakt Ausstellungen zum Thema "Krisen & Utopien" beinhaltet.

Neuer Kunstverein Wuppertal e. V., Hofaue 51, Telefon 295 40 76,

Der Verein ist ein regulärer Kunstverein, "offen für alle Bürger" - so ein Punkt im Absatz "Leitlinien und Ziele". Das klingt nach einer echten Chance. "Die vielen Besucher zur Eröffnung haben gezeigt, dass es ein breites Interesse gibt", sagt Erik Schönenberg. Das Ganze müsse jetzt vor allem ausgebaut werden.

Neben zwei großen Themen, dem Leitthema "Krisen und Utopien" und "Love & Hate - Wuppertal" mit jeweils regionaler und internationaler Beteiligung, sollen auch andere Künste Raum in der Tiefe des neuen Raums bekommen.

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