Wuppertal. „Krähenfüße“ können – in Faltenform – nicht nur äußerst unbeliebt, sondern – auf der Bühne – auch unterhaltsam sein. Den Beweis wollen Marcia Golgowsky und Lilay Huser liefern: Das Kabarett-Duo stellt im Café Ada seine neue Produktion vor.

Frau Golgowsky, was erwartet die Zuschauer, wenn Sie „Krähenfüße“ buchen?

Marcia Golgowsky: „Krähenfüße“ ist der Titel des zweiten Stücks unseres deutsch-türkischen Duos „Die Trockenblumen“. Lilay Huser und ich spielen die älteren Damen Ayse Horozoglu und Hilde Ronsberger. Die Gäste erwartet ein Programm, das vollgepackt ist mit humorvollen Episoden aus dem Leben der beiden Protagonistinnen, die sich mit viel Charme und Wortwitz den täglichen interkulturellen Konflikten ihrer Freundschaft stellen.

Kurz zur Erinnerung: Was haben die Zuschauer verpasst, die den ersten Teil versäumten?

Golgowsky: Im ersten Stück lernen sich Hilde und Ayse kennen und rasseln ziemlich aneinander. Sie begegnen sich in einem Aufzug, der stecken bleibt. Auf den ersten Blick haben sie nichts gemeinsam, denn sie kommen aus zwei völlig unterschiedlichen Welten. Die eine ist Deutsche und 62 Jahre alt, die andere Türkin, 56, aus der ersten Einwanderergeneration. Dennoch werden die beiden mit der Zeit Freundinnen. Hilde hilft zum Beispiel Ayse beim Büffeln für den Einbürgerungstest. Natürlich entdecken sie auch Gemeinsamkeiten. Beide sind Mütter und stellen fest, dass die Probleme mit den – mittlerweile erwachsenen – Kindern nationenübergreifend sind. Trotzdem geraten sie sich immer wieder in die Haare und müssen zur großen Freude des Publikums einige Missverständnisse bewältigen.

Worauf darf sich das Publikum diesmal freuen?

Golgowsky: Es wird wieder sehr unterhaltsam. Hilde und Ayse entdecken auf ihrer ersten gemeinsamen Urlaubsreise den Hamburger Kiez, prüfen Ayses potenziellen Schwiegersohn auf Herz und Nieren, suchen für Hilde einen neuen Traummann im Internet und leisten auch noch schwere Aufklärungsarbeit an Ayses sechsjähriger Enkelin. Natürlich dürfen sich die Zuschauer auch diesmal auf herrlich komische Zankereien und rührende Versöhnungen der beiden dickköpfigen Damen freuen. Produziert wurde das neue Stück übrigens auch wieder vom interkulturellen Wupper Theater, das in diesem Jahr bereits sein 20-jähriges Bestehen feiert. thö

Die neue Produktion feiert am Donnerstag, 13. Januar, um 20 Uhr Premiere im Café Ada an der Wiesenstraße 6. Dort ist sie auch am 14. Januar, 20 Uhr, und am 16. Januar, 19 Uhr, zu sehen. Karten gibt es im Netz unter www.wuppertal-live.de

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