Das TiC ist seit Jahren ein Aushängeschild der Kultur auf den Südhöhen.

Cronenberg
Stefan Hüfner ist Geschäftsführer von Theater in Cronenberg. Archiv

Stefan Hüfner ist Geschäftsführer von Theater in Cronenberg. Archiv

Uwe Schinkel

Stefan Hüfner ist Geschäftsführer von Theater in Cronenberg. Archiv

Wuppertal. Das Theater in Cronenberg (TiC) ist aus Wuppertals Kulturleben nicht mehr wegzudenken. Das Amateurtheater mit professioneller Leitung spielt meist vor vollbesetzten Zuschauerreihen. Die WZ hat Geschäftsführer Stefan Hüfner nach einer Bilanz für 2014 gefragt.

Wie zufrieden sind Sie mit dem abgelaufenen Jahr?
Stefan Hüfner:
Das Jahr 2014 war für das TiC-Theater ein sehr erfolgreiches Jahr. Wir bieten weiterhin sowohl Klassiker und zeitrelevante Stücke als auch Komödien, Krimis und musikalische Produktionen an. Das Schöne ist, dass diese Vielfalt von unserem Publikum angenommen wird. Wir freuen uns ebenso sehr über die neue Kooperation mit der Erich-Fried-Gesamtschule, die in Zusammenarbeit mit unseren Theaterpädagoginnen eine Theaterklasse eingerichtet hat. Schließlich kann man ja mit dem Theaterspielen nie früh genug beginnen.

Welche Stücke waren „Renner“?
Hüfner:
Besonders eingeschlagen sind das Musical „La Cage aux Folles“ und die Theaterversion des Erfolgfilms „Ziemlich beste Freunde“. Beide Stücke werden wir auch noch zu Beginn des neuen Jahres spielen.

Wie oft hob sich der Vorhang?
Hüfner:
Wir haben jedes Jahr um die 350 Vorstellungen - für unsere ehrenamtlichen Darsteller und Mitarbeiter eine große Herausforderung. Ohne deren Einsatz wäre eine Institution wie das TiC nicht möglich. Das ist bürgerschaftliches Engagement im besten Sinne, für das wir uns herzlich bedanken! Auch in diesem Jahr werden wir wieder etwa 25000 Zuschauer gehabt haben.

Woher kommen die alle?
Hüfner:
Das TiC ist in Cronenberg beheimatet, und ich habe den Eindruck, dass die Cronenberger das TiC auch als ihr Theater sehen. Aber wir bemerken, dass der Einzugsbereich größer wird. In Wuppertal und im gesamten Bergischen Land ist das TiC bekannt, es kommen zudem häufig Gäste aus dem Ruhrgebiet, Düsseldorf oder Köln. Selten - aber es ist schon vorgekommen, wenn eine Produktion überregional besprochen wurde - wollen sogar Musical-Fans aus Paris oder London eine Aufführung bei uns sehen.

Gegründet als „TiBs“ (Theater in der Borner Schule) 1986. Ein Jahr später Umbenennung in TiC (Theater in Cronenberg).

Borner Straße: Podium (72 Plätze), Studio (78) und Theater (80); an der Straße Unterkirchen Atelier (100).

Woher kommen die Menschen, die bei Ihnen mitmachen?
Hüfner:
Natürlich sind viele hier aus der Gegend, einige aus Köln, zurzeit auch überraschend viele aus dem Raum Oberhausen, Mülheim a.d. Ruhr und Essen.

Was gab es 2014 Neues und wie ist es angekommen?
Hüfner:
Das Impro-Theater ist in mehrfacher Hinsicht lohnend. Es bringt neues Publikum ins Theater und fordert unsere Darsteller in ganz ungewohnter Weise: Die neue Reihe „Starke Stücke“ startete mit der hochbrisanten Produktion „Verrücktes Blut“. In dieser Reihe sollen auch künftig Schauspiele ihren Platz haben, die zeitaktuell sind und kontrovers diskutiert werden.

Was steht 2015 an?
Hüfner:
Unseren Spielplan veröffentlichen wir traditionell im Januar. Abgesehen vom Programm ist unserer wichtigstes Projekt die Beschaffung einer neuen Mikrofonanlage im Atelier. Weil der Bund verschiedene bisher freie Funkfrequenzen verkauft hat, müssen wir in den sehr sauer schmeckenden Apfel beißen und neue Mikrofone anschaffen. Das können wir nicht aus eigenen Mitteln leisten, sondern sind auf Spenden und Sponsoren angewiesen, so wie das gesamte Theater nicht ohne Unterstützung existieren kann.

Wieviel Unterstützung braucht Ihr Theater?
Hüfner:
Um eine ausgeglichene Bilanz zu erreichen, brauchen wir zusätzlich zum Erlös jeder verkauften Eintrittskarte etwa 5 Euro - ein vergleichsweise geringer Betrag. Die Eintrittspreise wollen wir nicht entsprechend erhöhen, jeder soll uns weiterhin besuchen können. Wichtige Bausteine dazu sind unser Förderverein TiC-Club, unsere Sponsoren und die Stadt, bei denen wir uns herzlich bedanken. Denn eine dauerhafte Unterstützung ist die Voraussetzung dafür, diese schöne Kulturinstitution der Stadt zu erhalten.

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