Der Vorwurf: Wortbruch und keine Tarifbindung.

Wuppertal. Dass der zukünftige Opern-Intendant Toshiyuki Kamioka in Wuppertal zukünftig ausschließlich Gäste beschäftigen will, kommentiert die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) in einem Offenen Brief an Oberbürgermeister Peter Jung. Des Wortbruchs bezichtigt die GDBA Peter Jung. Die Stadt habe sich bei der Umwandlung zur GmbH verpflichtet, dass bei den Bühnen der Normalvertrag Bühne Anwendung finde.

Der Präzedenzfall könne der deutschen Theaterkultur schaden

Das sei nun nicht der Fall und eine Umgehung des Überleitungsvertrags, wenn ausschließlich Gäste ohne Tarifbindung verpflichtet werden. Adil Laraki vom Landesverband NRW der GDBA sieht nicht nur einen Wortbruch, sondern zugleich einen Präzedenzfall, der der gesamten deutschen Theaterkultur unübersehbaren Schaden zufügen könne.

Er fordert den Oberbürgermeister auf, die Wuppertaler Oper als Ensembletheater zu erhalten. Den Brief unterzeichnet auch der stellvertretenden Landesvorsitzende der Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer Andreas Heichlinger, der selbst im Opernchor der Wuppertaler Bühnen singt. vp

Leserkommentare (3)


() Registrierte Nutzer