Die Bergische Musikschule spielte ihr diesjähriges Weihnachtskonzert.

Die Bergische Musikschule spielte ihr diesjähriges Weihnachtskonzert.
Die jungen Geigerinnen spielten Weihnachtslieder.

Die jungen Geigerinnen spielten Weihnachtslieder.

A. Fischer

Die jungen Geigerinnen spielten Weihnachtslieder.

Kleine Geigerinnen konzentriert im ersten Zusammenspiel, coole Teenies, die betont gelassen ihre Saiten streichen, und junge Erwachsene, die versiert gemeinsam musizieren: Das Weihnachtskonzert der Bergischen Musikschule in der voll besetzten Erlöserkirche bot wieder eine breite Palette von Instrumentalensembles. Dank gut geplanter Umbauten wurde diesmal sogar der Zwei-Stunden-Rahmen eingehalten.

Der Auftritt des Liliput-Orchesters war dann auch gleich etwas fürs Herz: Vier Mädchen und zwei Jungen, alle zwischen fünf und sieben Jahre alt, boten Weihnachtslieder, teils auf den Instrumenten, teils gesungen. Für Schmunzeln sorgte eine kleine Musikerin, die ihre Geige an einem Band um den Hals baumeln ließ, während sie ihre Noten umblätterte. Der Cellist zündete die erste Kerze auf dem Adventskranz an. Das Kammerorchester und die Young Strings (bis etwa zwölf Jahre) präsentierten eine bretonische Suite und ein Stück im alten Stil in exaktem Zusammenspiel.

Für Stimmung sorgte das Bläser-Ensemble unter Leitung von Martina Dietrich, das klassisch begann und dann zu jazzigen Klängen umschwenkte. Das Mäuseorchester mit den Sechs- bis Neunjährigen bot barocke Klänge und folgte dabei Rosi Dasch auch bei den Fermaten perfekt. Die Dirigentin brachte zwischendurch mit eigenen Gedichten Abwechslung in die Kirche. „Die stille Zeit im Jahr, die früher nicht so hektisch war…. hetzt durch die bunte Glitzerwelt und spendet für die Armen Geld“ zeichnete sie ein ehrliches Bild der Adventszeit.

Nach der Pause trat das große Jugendsinfonieorchester unter Leitung von Bruno Ventocilla auf. Sogar der Bläsersatz war komplett besetzt, zum großen Teil mit Schülern der Musikschule. Vier Schlagzeuger sorgten für den richtigen Drive. Dvoraks Slawische Tänze spielten die 50 Musiker mit sattem Orchestersound und - trotz eingeschränkter dynamischer Bandbreite - gutem Ausdruck. In der Sicilienne von Fauré begeisterte der Querflötist Fritjof Obermann mit seinem klangschönen Solo. Als die Jugendlichen dann Musik aus der Raumschiff-Serie „Star Trek“ anstimmten, waren sie voll in ihrem Element. Sie meisterten das schwierige Stück beschwingt und wurden mit Bravo-Rufen belohnt.

Zum Abschluss gab es noch ein Weihnachts-Potpourri und ein mit allen Instrumentalisten gemeinsam dargebotenes „Macht hoch die Tür“. „Heute war es wirklich besonders schön - das macht einen schon stolz“, freute sich Raphael Amend, der neue Leiter der Bergischen Musikschule, über das gelungene Konzert.

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