Die Bon-Jovi-Tributeband ließ das US-amerikanisches Vorbild vergessen und spielte eine 150-minütige Show mit spektakulären Lichteffekten.

Die Lichteffekte trugen ihren Teil zu einem gelungenen Konzert bei.
Die Lichteffekte trugen ihren Teil zu einem gelungenen Konzert bei.

Die Lichteffekte trugen ihren Teil zu einem gelungenen Konzert bei.

Anna Schwartz

Die Lichteffekte trugen ihren Teil zu einem gelungenen Konzert bei.

Wuppertal. Als Oliver Henrich fragte, wer Bon Jovi mag, grölte fast jeder der mehr als 1600 Fans. Als er aber anschließend fragte, wer Bounce mag, gab es ein gnadenlos lautes Pfeifkonzert. Damit war klar: Die Tributeband Bounce wird mehr geliebt als ihr Vorbild – die seit Anfang der 80er Jahre existierende US-amerikanische Rockband Bon Jovi.

Gleich vom ersten Titel an begann der Große Saal der Stadthalle zu vibrieren. Wer keine Ohrenstöpsel mithatte, war es selbst schuld. Denn die Wände der Halle wackelten angesichts der hohen Phonzahl. Was von der Bühne kam, war das Eine. Das Andere waren die wohltrainierten Kehlen, die oft lauter waren als das, was aus den Lautsprechern kam.

So gab es ein ständiges Kommen und Gehen. Die Anhänger schwerer Musik mussten sich ja draußen Nachschub in Form von Gerstensäften holen, um heiseren Stimmen keinen Vorschub zu leisten. Denn es blieb natürlich nicht bei ausgiebigen Pfiffen, Fangeschrei und Jubelrufen. Jedes Stück sang das gesamte Publikum lauthals mit.

Vom Classic Night Orchestra bekam das Publikum nicht viel mit

Und wirklich, Bounce konnte die Kultband jenseits des Großen Teichs vergessen machen, wenn Frontmann Oli mit dem Gesangsmikrofon an den Lippen über die Bühne wuselte, neben ihm Gitarrist Jens Rösel und Bassist Tom Müller Bon Jovi zum Verwechseln ähnliche kernige, harte Sounds kreierten. Olav Quick thronte auf dem Chorpodium über allem und ließ seine Trommeln und Becken so richtig scheppern. Johannes Brunn war mitten im Geschehen und sorgte an den schwarzen und weißen Tasten seines Keyboards für ein bodenständiges harmonisches Gerüst. Große Fingerfertigkeit demonstrierte er besonders mit einem Stück von Johann Sebastian Bach.

Und dann war da noch das Classic Night Orchestra, das gediegene Klänge beisteuerte. Nur bekam das Publikum davon nicht viel mit. Denn die Abmischung der Beschallungsanlage war viel zu rocklastig und undifferenziert. Wenn überhaupt etwas von dem großen Orchester zu hören war, klang es weniger nach dem Original und vielmehr, als sei es schlecht gesampelt.

Dieses Manko machte die Lichtshow doppelt und dreifach wett, die an Effekten und und Farbauswahl keine Wünsche offenließ.

Kein Besucher war nach den etwa 150 Minuten Konzert inklusive zahlreicher Zugaben enttäuscht. Alle mehr oder weniger bekannten Hits von Bon Jovi wurden gespielt, darunter „Livin’ On A Prayer“, „You Give Love A Bad Name“, „It’s My Life“ und selbstverständlich auch „Runaway“ und „Halleluja“.

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