Das städtische Orchester begeisterte mit musikalischen Muntermachern.

Ausverkauftes Konzert im Großen Saal: Das Sinfonieorchester begrüßte das neue Jahr am Sonntagabend in der Stadthalle. Fotos (2): Andreas Fischer
Ausverkauftes Konzert im Großen Saal: Das Sinfonieorchester begrüßte das neue Jahr am Sonntagabend in der Stadthalle. Fotos (2): Andreas Fischer

Ausverkauftes Konzert im Großen Saal: Das Sinfonieorchester begrüßte das neue Jahr am Sonntagabend in der Stadthalle. Fotos (2): Andreas Fischer

ANDREAS FISCHER WUPPERTAL

Ausverkauftes Konzert im Großen Saal: Das Sinfonieorchester begrüßte das neue Jahr am Sonntagabend in der Stadthalle. Fotos (2): Andreas Fischer

Wuppertal. Wenn das neue Jahr so heiter und unbeschwert wird, wie es in der Stadthalle begann, kann eigentlich nichts schiefgehen: Im ausverkauften Großen Saal lassen sich die Zuhörer entspannt und erwartungsvoll mit auf die musikalische Reise ins Land der Walzer, Polkas, Galopps und Märsche nehmen.

Den Musikern ist große Spielfreude anzumerken, die Toshiyuki Kamioka mit seinem Dirigat befeuert: Mal neckisch hüpfend oder in die Knie gehend, wenn’ s ganz leise klingen soll, mal lässig wippend und auf einem Bein stehend, gibt er der Musik im Dreivierteltakt auch körperlichen Ausdruck. Dabei beginnt das Neujahrskonzert mit durchaus besinnlichen Tönen: Franz von Suppés Ouvertüre zu „Ein Morgen, ein Mittag und ein Abend in Wien“ wartet mit einem wundervoll innigen Cello-Solo auf.

Von der „Fata Morgana“ zur „Liebesbotschaft“

Dann folgt Musik der Strauß-Dynastie: Elegant und zierlich klingelt die Triangel in der „Haute-volée“-Polka. Im orientalischen Kolorit flimmert es in „Fata Morgana“ und mit feurigen Trommelwirbeln kommt die „Liebesbotschaft“ im Reiter-Galopp daher geprescht. Und wem das alles spanisch vorkommt, der hat durchaus recht: Im spanischen Marsch klappern die Kastagnetten den Rhythmus und singen schmachtend die Geigen. Walzerhaft leicht und beseelt kommen die fließenden Melodien des „Lustschwärmer“-Walzers daher, bevor Paukenschläge und echte Pistolenschüsse in der „Sturmschritt-Polka“ wachrütteln.

Die tonmalerischen Klänge der „Geschichten aus dem Wienerwald“ zaubern die Bläser als Jagdrufe und Vogelzwitschern, bevor Solo- und Doppelquartett der Streicher das feine, sehnsüchtige Walzermotiv spielen. Wiegend präsentiert sich „Die tanzende Muse“ wie ein zarter Musenkuss als Walzermelodie, die sich im Ohr einnistet. Nach einem furiosen Feuerwerk – im „Indianer-Galopp“ mit echtem Indianergeheul der Klarinetten – gibt es die obligatorischen Zugaben: „An der schönen blauen Donau“ und der Mitklatsch-Radetzky-Marsch entlassen ein froh gestimmtes Publikum.

Oberbürgermeister Peter Jung dankte in seiner Ansprache dem Cellisten Walter Achilles, der 37 Jahre lang das Spiel des Sinfonieorchesters bereicherte und in den wohl verdienten Ruhestand geht: „Er stellt seine Dienste nun dem häuslichen Bereich zur Verfügung.“

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