Die US-Sängerin spielte Sonntagabend in der Uni-Halle.

Anastacia betonte, wie wichtig ihr die Fans seien.
Anastacia betonte, wie wichtig ihr die Fans seien.

Anastacia betonte, wie wichtig ihr die Fans seien.

Andreas Fischer

Anastacia betonte, wie wichtig ihr die Fans seien.

Wuppertal. Star-Alarm in Wuppertal: Es passiert nicht allzu oft, dass eine Größe des internationalen Musikgeschäfts für das einzige Konzert in NRW die Uni-Halle wählt. Doch die US-amerikanische Rock-Pop-Sängerin Anastacia hatte genau das getan. Mit ihrer „Ultimate Collection Tour“ machte sie am Sonntagabend Station in Elberfeld.

Mitgebracht hatte sie ihre größten Hits wie „Paid my dues“, „I’m outta love“ und „Heavy on my heart“. Energiegeladene und langsame Songs wechselten sich ab. Richtige Party-Stimmung kam allerdings nicht auf. Hin und wieder standen die 2700 Zuschauer von ihren Sitzen auf und bewegten sich zwischen den engen Stuhlreihen im Parkett und auf dem ersten Rang.

Um richtig abzurocken war einfach kein Platz. Die Hälfte der Zeit saßen die meisten gesittet auf den Stühlen und genossen das Konzert. Mit Jeans, T-Shirt, Lederjacke und Sonnenbrille betrat Anastacia kurz nach 20 Uhr die obere der zwei Bühnenebenen. Auf eine Vorband hatte sie verzichtet, ebenso auf ein Bühnenbild. Ein paar Lichter waren alles, was optisch von der Sängerin und ihrer Band ablenken konnte.

Die Musik war grandios

Zwei Stunden lang lieferten Anastacia und ihre „family on stage“ – die Familie auf der Bühne – wie sie ihre Musiker und die drei Tänzerinnen und Sängerinnen liebevoll bezeichnete, eine ordentliche Live-Show ab. Ganz die gute Chefin, stellte Anastacia ihre musikalische Wahl-Verwandtschaft dem Publikum vor. Und sie betonte, wie wichtig ihre Fans seien. Angesichts der nicht ausverkauften Halle wirkte das fast ein bisschen verzweifelt.

Gesanglich war die weiße Amerikanerin, der man eine „schwarze Stimme“ nachsagt, grandios. Ihre Hits klangen wie sonst auf CD. Dazu witzelte sie: „Man denkt, ich sei groß, weil ich laut bin.“ Tänzerisch hielt sich die 1,57 Meter große Powerfrau zurück. Dafür gaben ihre Tänzerinnen Sarah und Christina alles. So boten sie in einer Umkleidepause von Anastacia eine Modern Dance-Choreografie auf höchstem Niveau. In der zweiten Pause performten sie mit Maria, der zweiten Stimme von Anastacia, einen Song. Mit „I’m outta love“ endete das Konzert. Bei diesem Hit durften die Fans an den Bühnenrand treten. Aber selbst das taten einige wenige.

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