Nach 40 Jahren gibt es eine letzte Ausstellung von Inhaberin Christine Ostermann.

Backstubengalerie
Beatrice Libonati, Christine Ostermann und Hiltrud Meusel gestalten die letzte Ausstellung in der Backstubengalerie.

Beatrice Libonati, Christine Ostermann und Hiltrud Meusel gestalten die letzte Ausstellung in der Backstubengalerie.

Stefan Fries

Beatrice Libonati, Christine Ostermann und Hiltrud Meusel gestalten die letzte Ausstellung in der Backstubengalerie.

Wuppertal. 40 Jahre Backstubengalerie - dieser Geburtstag ist auch eine Abschiedsfeier. Bevor sich Inhaberin Christine Ostermann endgültig zurückzieht, zeigt eine letzte Ausstellung ihre Malerei. Das Ausstellungsmotto „. . .ein Verweilen bleibt uns nicht“ entstammt einem Gedicht von Künstlerfreundin Hiltrud Meusel, die mit dabei ist. Aus gutem Grund.

„Vor 40 Jahren hatten wir die erste gemeinsame Ausstellung“, erzählt Meusel. „Wir sind so richtig mit Elan eingestiegen.“ Beatrice Libonati und ihre Bilder machen das Trio komplett.

USA-Reisebilder treffen auf Wuppertaler Motive

Wer die Backstubengalerie betritt, wird gleich von Ostermanns Bildern begrüßt. An der einen Wand dicht gehängte Wuppertaler Motive. Etwa ein detailgenauer Mirker Bahnhof in matt glänzenden Ölfarben. „Von dort aus sind wir damals weggefahren.“ Gegenüber Reisebilder aus Amerika - leuchtender und aus realen Ansichten „ein bisschen zusammengewürfelt“.

Libonatis Kunst ist im nächsten Raum zu sehen. Die frühere Pina-Bausch-Tänzerin hat hier Fotos von Ostermanns Kollegen und Freunden in großformatige Porträts verwandelt. Verbindendes Motiv aller Bilder sind Blumen. „Ich wollte jedem von ihnen eine Blume schenken. Eine Blume, die von Herzen kommt. Weil das schon ein schweres Leben ist – das Künstlerleben.“

Die Galeristin hat Libonati natürlich auch porträtiert. Ostermanns Gesicht und der für sie typische große Haarzopf, von einer blauen Haarspange zusammengehalten, werden von weißen Blüten umrahmt. Reizvoll.

Einen Streifzug durch ihr Werk bietet Hiltrud Meusel. Der Blick schweift von gezeichneten und gemalten Tanzgruppen – „Menschen in Bewegung malen, ich hab das als Herausforderung genommen“ – hin zur aquarellierten Uferlandschaft. „Ich liebe Spiegelungen. Dass sich in der Spiegelung alles verändert, verschiebt.“

„Wann kommen wir drei wieder zusammen?“ Meusel stellt die Frage frei nach Shakespeare, als man sich fürs Foto zusammensetzt. Die Antwort könnte lauten: Wenn nicht in der Backstubengalerie, dann bestimmt an einem anderen Ort.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer