Die von der WZ unterstützte Veranstaltungsreihe macht wieder Lust aufs Lesen. Diesmal steht Lutz van Dijks neuer Roman „Romeo und Jabulile“ im Mittelpunkt. Der Schriftsteller kommt im April ins Tal.

wza_1000x1500_616408.jpeg
Lutz van Dijk lebt in Südafrika: Im April kommt der deutsch-niederländische Autor nach Wuppertal.

Lutz van Dijk lebt in Südafrika: Im April kommt der deutsch-niederländische Autor nach Wuppertal.

Gesche Jaeger

Lutz van Dijk lebt in Südafrika: Im April kommt der deutsch-niederländische Autor nach Wuppertal.

Wuppertal. Wuppertal bereitet sich auf die Fußball-WM in Südafrika vor - nicht dribbelnd, sondern lesend. Die (Steil-)Vorlage kommt von Lutz van Dijk, den spätestens im April alle Wuppertaler Leseratten kennen dürften. Dann stellt der Autor seinen neuen Roman "Romeo und Jabulile" höchstpersönlich im Bergischen Land vor.

Denn "Wuppertal liest" wieder: Die beliebte Veranstaltungsreihe geht in eine neue Runde. Diesmal dreht sich alles um Südafrika. Zwei Jugendliche kämpfen gegen Fremdenfeindlichkeit - und für die Liebe. Auch wenn die Geschichte auf einem fremden Kontinent spielt, gibt es einen klaren Bezug zu Wuppertal: "Romeo und Jabulile" erscheint im Februar im Peter Hammer Verlag, der auf Bilderbücher, Jugendromane und Belletristik aus Afrika und Südamerika spezialisiert ist. Dass die Entscheidung einer Fachjury, die das Kulturbüro zusammengerufen hat, einstimmig für "Romeo und Jabulile" ausgefallen ist, dürfte für das Buch aus dem Wuppertaler Verlag eine angenehme Anschubhilfe sein.

Erst wird gelesen, dann geschrieben: Neuer Wettbewerb für Autoren

Schon vor der Fußball-WM schaut Wuppertal also nach Südafrika: Die von der WZ unterstützte Reihe will wieder Lust aufs Lesen machen. Der Anstoß erfolgt am 19.April, das Finale ist für den 28.April geplant. Derzeit wird im Kulturbüro mit Hochdruck am Programm gefeilt. Denn so viel steht bereits fest: "Wuppertal liest" will nicht nur einen einzelnen Roman vorstellen, sondern den Blick auch auf weitere Werke von Schriftstellern aus dem südlichen Afrika lenken.

Wie beim letzten Mal - 2008 wurden die Wuppertaler Autorin Christiane Gibiec und ihr Krimi "Türkischrot" gefeiert - gibt es auch diesmal einen Schreibwettbewerb, der lokale Talente dazu animieren soll, ihre eigenen Texte ins Spiel zu bringen. Auf "Wuppertal liest" folgt deshalb "Wuppertal schreibt" - im April soll die Ausschreibung erfolgen.

Schon jetzt ruft die Stadt alle Wuppertaler Institutionen, Schulen, Vereine und Buchhandlungen auf, sich mit Veranstaltungen an der Leseaktion zu beteiligen. Wer das "Wuppertal liest"-Team unterstützen will, kann sich bei Urs Kaufmann im Kulturbüro, Telefon 5632957, melden.

Die von der Westdeutschen Zeitung unterstützte Leseaktion erlebt vom 19. bis 28. April eine Neuauflage. Zuletzt drehte sich die Reihe 2008 um Christiane Gibiecs Krimi "Türkischrot".

"Romeo und Jabulile" ist eine anrührende Liebesgeschichte zwischen zwei Teenagern, die sich gegen die Fremdenfeindlichkeit zu behaupten versuchen, die in ihrem Township um sich greift. Die Geschichte basiert auf Vorfällen im Township Masiphumelele bei Kapstadt im Mai 2008, als bei Ausschreitungen mehr als 60 Menschen getötet und die Häuser tausender Familien in Brand gesteckt wurden.

Jabulile ist der Star eines Mädchen-Fußballteams in Masi. Die 13-Jährige behauptet sich auch unter den Jungen ihrer Straße, von denen viele gern mit ihr gingen. Bei einem Sportfest lernt sie Romeo kennen - einen Flüchtlingsjunge aus Simbabwe. Er ist ein Jahr älter als sie, ebenso fußballbegeistert, aber wegen eines zu kurzen linken Beins kann er selbst nicht spielen.

Es geht nicht nur Fremdenfeindlichkeit, sondern auch auch um die Bedrohung durch AIDS, um Ausgrenzungen und um die verbindende Kraft, die vom Fußball ausgeht.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer