Im TiC-Theater wird das Böse bekämpft: Ralf Budde inszeniert „Ladykillers“.

In der Komödie „Ladykillers“ geht es um viel Geld: Die Inszenierung ist am Freitag wieder um 20 Uhr im Theater an der Borner Straße zu erleben.
In der Komödie „Ladykillers“ geht es um viel Geld: Die Inszenierung ist am Freitag wieder um 20 Uhr im Theater an der Borner Straße zu erleben.

In der Komödie „Ladykillers“ geht es um viel Geld: Die Inszenierung ist am Freitag wieder um 20 Uhr im Theater an der Borner Straße zu erleben.

Gerhard Bartsch

In der Komödie „Ladykillers“ geht es um viel Geld: Die Inszenierung ist am Freitag wieder um 20 Uhr im Theater an der Borner Straße zu erleben.

Wuppertal. Rosa Rüschen am Ärmel, rosa Blümchen im hochgesteckten Haar, der Rock lang übers Knie - Mrs. Wilberforth ist eine englische Lady wie aus dem Bilderbuch. Gela Banerjee spielt sie im TiC-Stammhaus mit einer überzeugenden Mischung aus charmanter Naivität und gediegenem Selbstbewusstsein.

Als neuen Krimi hat TiC-Theaterchef Ralf Budde diesmal William Roses "Ladykillers" ausgewählt und damit die erfolgreiche Tradition fortgesetzt, beliebte Fernsehfilme auf die Bühne zu bringen. Mit viel Geschick hat Iljas Enkaschew zwei Stockwerke auf die kleine Bühne gezaubert: vorn das Wohnzimmer der Lady samt dem Käfig ihres geliebten Papageis, hinten führen ein paar Treppenstufen hinauf zu dem Zimmer, das Mrs. Wilberforth vermieten will. Die Wand zum Zimmer ist - je nach Licht - durchscheinend.

So kann vorne die Lady mit ihren Freundinnen (Renate Hinsche und Katharina Kranemann) Tee trinken, während hinten das Quartett der Untermieter seine Pläne bespricht. Und sogar gedreht werden kann das gesamte Bühnenbild, so dass das Gangster-Zimmer nach vorne kommt.

Ungelenk halten diese vier Männer ihre Geigen- und Cellokästen in der Hand. Das Streichquartett soll zur Tarnung ihrer gaunerischen Machenschaften dienen. Sehr charmant tritt der angebliche Professor (Joachim Rettig) auf, immer mit einem netten Kompliment für seine Vermieterin auf den Lippen.

Gela Banerjee als Mrs. Wilberforth: Die Lady duldet keinen Widerspruch

Doctor Courtenay (Wolfgang Sprotte) springt ihm beflissen zur Seite, während sich der gefräßige und ungeschickte Willie (Wolfgang Simmelink) schnell noch ein Stück Kuchen in den Mund stopft und dabei fast die geheimen Machenschaften aufdeckt.

Die Aufführung dauert zwei Stunden mit Pause. "Ladykillers" ist wieder heute sowie am 7., 12., 13., 18. bis 20. und 27. Februar, jeweils um 20 Uhr (sonntags um 19 Uhr) zu sehen. Am 21. Februar gibt es um 11 Uhr eine Brunchvorstellung, am 28. Februar eine Vorstellung um 15.30 Uhr.

Karten gibt es im Theater an der Borner Straße unter Telefon 47 22 11.

Der junge Mr. Harvey (Björn Tappert) hingegen prahlt mit seinem professionellen Gangstertum, fuchtelt mit der Pistole herum und macht am Ende doch einen Rückzieher.

Charmant, aber ohne Widerspruch zu dulden: So kommandiert Mrs. Wilberforth freundlich-bestimmt die Herren - erst zum Tee, dann später zum Tanz. Zu Boccherinis berühmtem Menuett drängen sich alle - zu Pärchen verschlungen - auf der engen Bühne. Doch am Ende siegt das Gerechtigkeitsempfinden der Lady, die Bösen erhalten ihre Strafe, die Guten eine unerwartete Belohnung.

Regie: 3 von 5 Punkten

Bühne: 5 von 5 Punkten

Ensemble: 4 von 5 Punkten

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