Sänger wollen klangvoll feiern: Der Chor der Konzertgesellschaft wird 200 Jahre alt.

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Sie gibt den Ton an: Marieddy Rossetto leitet den Chor der Konzertgesellschaft.

Sie gibt den Ton an: Marieddy Rossetto leitet den Chor der Konzertgesellschaft.

Andreas Fischer

Sie gibt den Ton an: Marieddy Rossetto leitet den Chor der Konzertgesellschaft.

Wuppertal. Feste muss man feiern, wie sie fallen – der Chor der Konzertgesellschaft kann davon ein Lied singen. Denn in diesem Jahr haben die Sänger etwas ganz Besonderes zu zelebrieren: den 200. Geburtstag ihres Chores. Im Herbst soll es ein großes Festkonzert geben.

Bevor es so weit ist, wird erst einmal anderes gefeiert – Joseph Haydns Klangwelt zum Beispiel. Haydns Oratorium, das „Die Jahreszeiten“ musikalisch charakterisiert, stellt der Chor am Pfingstmontag in der Stadthalle vor – zusammen mit dem Wuppertaler Sinfonieorchester. Die Leitung übernimmt Johannes Hiemetsberger, der normalerweise als Professor an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien den Ton angibt. Doch am Pfingst-Festtag nimmt der 39-jährige Österreicher Kurs auf Elberfeld: Am 13. Juni steht er in Wuppertal am Pult.

„Die Jahreszeiten“: Am 12. Januar starten die Proben zum Oratorium

Auch wenn das neue Jahr noch nicht allzu alt ist, hat der Chor bereits Feier-Erfahrung. Denn einige Chormitglieder standen beim Neujahrskonzert in der Düsseldorfer Tonhalle gemeinsam mit dem Düsseldorfer Musikverein auf der Bühne. „Ein besonderer Start in ein besonderes Jahr“, kommentiert Chor-Sprecher Ronald Frowein den Jahresbeginn.

Die Sektkorken, die die Sänger in Düsseldorf an Silvester knallen ließen, sollen freilich nicht die letzten gewesen sein. Der nächste Startschuss fällt am 12. Januar – dann soll auf das neue Jahr und das nächste große Projekt angestoßen werden.

So locken die Sänger potenzielle Mitstreiter mit prickelnden Aussichten: Um 19 Uhr beginnen an der Burgunderstraße 54 – im Probenraum des Sinfonieorchesters – die Vorbereitungen für „Die Jahreszeiten“. „Wer Lust hat, dabei zu sein, ist herzlich willkommen“, sagt Frowein.

Wer den Chor verstärken möchte möchte, kann am Mittwoch, 12. Januar, an der ersten Probe im neuen Jahr teilnehmen. Sie beginnt um 19 Uhr an der Burgunderstraße 54.

Um die Herausforderungen des Geburtstagsjahres stimmgewaltig meistern zu können, sucht der Chor zwar aktive Gleichgesinnte. Akute Nachwuchssorgen – wie sie viele andere Chöre plagen – hat er allerdings nicht. Auf der Homepage steht es schwarz auf weiß: Mit seinen gut 120 Sängerinnen und Sängern ist der Chor der Konzertgesellschaft das größte Ensemble seiner Art im Wuppertal. Und das traditionsreichste: Auch wenn als offizielles Gründungsdatum das Jahr 1968 gilt, geht die Geschichte des Chors weit ins 19. Jahrhundert zurück: Seine Wurzeln hat er in den Elberfelder und Barmer Singschulen (1811), den Keimzellen des Elberfelder Gesangvereins und des Städtischen Singvereins.

Genau das soll nun gefeiert werden – wobei „Die Jahreszeiten“ alles andere als zufällig ausgewählt wurden. Es war das erste Oratorium, das der Chor – damals noch unter dem Namen „Elberfelder Singschule“, dem späteren Elberfelder Gesangverein – überhaupt aufgeführt hat.

„Der Chor hat sich von damals 21 Mitwirkenden auf heute 120 Choristen gut entwickelt“, betont Frowein. Seit 1994 hält Marieddy Rossetto die Fäden in der Hand und die Sängerschar zusammen. Unter ihrer engagierten Leitung habe sich der Chor zu einem hoch motivierten Laienensemble entwickelt, das, wie es auf der Homepage heißt, „in seiner Tradition ruht, ohne sich darauf auszuruhen“. Im Festjahr 2011 bleibt ohnehin keine Zeit zum kollektiven Ausruhen . . .

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