Rund 15 Prozent mehr Gäste als im Vorjahr: Bühnen-Chef Thorsten Hamer blickt in bester Stimmung zurück – und nach vorne.

langerfeld
Ein eingespieltes Team: Thorsten Hamer und Racine Tewes sind nicht nur privat ein Paar. Auch auf der Bühne – hier eine Szene aus dem Stück „Die besten Tage meines Lebens“ – stehen die Schauspieler oft Seite an Seite.

Ein eingespieltes Team: Thorsten Hamer und Racine Tewes sind nicht nur privat ein Paar. Auch auf der Bühne – hier eine Szene aus dem Stück „Die besten Tage meines Lebens“ – stehen die Schauspieler oft Seite an Seite.

Archiv

Ein eingespieltes Team: Thorsten Hamer und Racine Tewes sind nicht nur privat ein Paar. Auch auf der Bühne – hier eine Szene aus dem Stück „Die besten Tage meines Lebens“ – stehen die Schauspieler oft Seite an Seite.

Langerfeld. Thorsten Hamer ist ein Hansdampf in allen Gassen. Und weil er schon von Berufs wegen Humor versteht, darf man mit einem Augenzwinkern sagen, dass er auch noch eine Art „Hans im Glück“ ist. Im Jahr 2012 hat der Chef des Leo-Theaters nicht nur einen privaten Höhepunkt erlebt, auch beruflich läuft es für den Schauspieler, Regisseur und Bühnenleiter sichtlich rund.

Seit wenigen Monaten ist der 30-Jährige verheiratet: Schauspielerin Racine Tewes hat das Herz des Künstlers erobert – und ist ebenfalls im Gute-Laune-Geschäft zu Hause. Nun kann das Paar, das im Leo-Theater regelmäßig gemeinsam im Rampenlicht steht, auch noch einen Rekord verbuchen. Fast 18.000 Gäste haben im Jahr 2012 gesagt: „Ja, ich will“ – eine Karte fürs Leo-Theater, wohlgemerkt.

Das ist nicht nur eine beachtliche Hausnummer für ein Privattheater, das ist auch noch eine Steigerung zum Vorjahr: Rund 15.000 Besucher hatte das Team im Jahr 2011 begrüßt. Schon damals, im ersten Jahr am neuen Standort an der Öhder Straße, hatten sich Hamers Erwartungen erfüllt. „Ich bin stolz darauf, sagen zu können, dass sich das ,Leo’ in Wuppertal fest etabliert hat – und das ohne jegliche Subventionen“, erklärte der führende Kopf der Bühne vor einem Jahr. „Das Theater finanziert sich aus den Eintrittsgeldern und meinen Gastspielen in verschiedenen Theatern, beispielsweise in Düsseldorf.“ Dort, in der Komödie an der Steinstraße, hat Hamer noch bis zum 9. Januar als Heinz-Erhardt-Double den Schalk im Nacken („Was bin ich wieder für ein Schelm“).

Verliebt, verheiratet und vergnügt: Hamer feiert am Samstag Premiere

Damit dem Publikum in Langerfeld währenddessen das Lachen nicht vergeht, bereitet er als Regisseur längst das nächste Heimspiel vor: Morgen ergreift eine Braut erstmals im Leo-Theater die Flucht – es ist aber nicht Hamers eigene, so viel darf verraten werden. Christiane Breucker spielt die Braut, die sich nicht traut – ganz nach dem Motto „Verliebt, verlobt, verschwunden“. Damit setzt der Theatermacher die Reihe an amüsanter Unterhaltung fort, die sein Erfolgsrezept ist. Zu den beliebtesten Stücken des vergangenen Jahres zählten „Die besten Tage meines Lebens“, „Rain Man“ und „Suche impotenten Mann fürs Leben“.

„Auch die Dauerbrenner ,Allein in der Sauna’ und die Heinz-Erhardt-Revue gehören dazu“, ergänzt Hamer, der nun – ernsthaft – hofft, „dass wir die Zahlen in diesem Jahr halten können“.

Das Theater geht munter weiter. Am Samstag, 5. Januar, heißt es: „Verliebt, verlobt, verschwunden“. Stefan Vögels Komödie hat um 20 Uhr Premiere an der Öhder Straße 19a. Regie führt Thorsten Hamer. Christiane Breucker spielt Dagmar, die kurz vor der Hochzeit in ihr Baumhaus aus Kindertagen flieht. Weinend lässt sie ihr Leben samt erster Ehe Revue passieren.

Schon eine Woche später, am 12. Januar, 20 Uhr, feiert Hamer die nächste Premiere: Für die Komödie „Messe-Diener“ ist er als Regisseur und zugleich als Schauspieler im Einsatz. Das Stück erzählt die Geschichte zweier Kollegen, die sich während einer Fachmesse ein Hotelzimmer teilen müssen – und einen Kleinkrieg beginnen. Karten gibt es unter Telefon 87 07 29 64.
 

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer