„Kopf oder Zahl“ bietet viele Leichen, Korruption und einen ungehobelten Ermittler.

Ein bisschen wie die Berlinale: die Darsteller im Krimi „Kopf oder Zahl“, der am Samstag im Cinemaxx Premiere feierte.
Ein bisschen wie die Berlinale: die Darsteller im Krimi „Kopf oder Zahl“, der am Samstag im Cinemaxx Premiere feierte.

Ein bisschen wie die Berlinale: die Darsteller im Krimi „Kopf oder Zahl“, der am Samstag im Cinemaxx Premiere feierte.

Andreas Fischer

Ein bisschen wie die Berlinale: die Darsteller im Krimi „Kopf oder Zahl“, der am Samstag im Cinemaxx Premiere feierte.

Wuppertal. Peng, da war’s um ihn geschehen. Fast die gesamte Besetzung lässt ihr Kino-Leben in "Kopf oder Zahl", einem Film von Schülern der Sankt-Anna-Schule, der am Samstag Premiere im Cinemaxx hatte. Doch Hauptdarsteller Carsten Kulawik stolperte weniger über die vielen Leichen als über den ungehobelten Jargon in seiner Rolle als Film-Kommissar. "Im richtigen Leben reden wir natürlich nicht so", versicherte er, als nach 62 Minuten der Fall geknackt war.

"Vielleicht eine Spur zu heftig", grübelte Carsten noch, nachdem der Applaus der Mitschüler längst verstummt war. "Aber so klingt es ja doch ziemlich authentisch."

In der Tat bewegt sich der Krimi, Ergebnis eines Literaturkurses an der Schule, hart am Leben - wie auch an Wuppertal. Der Ottenbrucher Bahnhof wurde ebenso zur Kulisse wie eine Gartenlaube, in der Dennis Klein als zweiter Protagonist das Dasein als Ex-Ermittler mit Hang zur Bierflasche fristet.

Nachdem sieben Schüler im August mit einem ersten Entwurf zu dem Film begonnen hatten, schälte sich schnell heraus, dass die ersonnene Geschichte um Korruption im Präsidium getrost eine halbe Spielfilmlänge dauern darf. Damit war auch Raum gewonnen, um allerlei witzige Einfälle in Szene zu setzen. "Eine Jacke Größe S, der Täter könnte eine Frau sein." Darauf flucht Dennis, der nicht eben zu den Riesen zählt: "Mensch, die gehört mir."

Schon als Sechstklässler bildeten Carsten und Dennis ein Team in "Eiskalter Plan". Den 15-Minuten-Streifen habe er sich vor zwei Jahren noch mal angeschaut, sagt Dennis und lacht über die Piepsstimmen von damals. Die große Stunde im Cinemaxx hat dagegen schon Format und wurde möglich, weil Cutter und Organisator Martin Wulf mit Kinoleiter Detlef Bell befreundet ist. Rund 300 Euro, die am Eingang gespendet wurden, wird Bell nun der Haiti-Hilfe übergeben.

Im Sommer wird der Film "Kopf oder Zahl” wahrscheinlich noch einmal im Rahmen von "Talflimmern” in der Alten Feuerwehr an der Gathe zu sehen sein. Unterdessen plant das Schülerteam schon einen Nachleger, der sich das Ruhrgebiet zur Kulisse nimmt.

Eine DVD zum Preis von 3,50 Euro kann bei Martin Wulf (Telefon 71 59 46) bestellt werden. Der Erlös fließt ebenfalls in die Hilfe für Haiti.

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