Ex-Mitarbeiter des Gebäudemanagements und Unternehmer müssen 500 Euro zahlen.

Justiz
Tatort Zoo: Bei Bauarbeiten soll sich unter anderem ein Mitarbeiter des Gebäudemanagements strafbar gemacht haben.

Tatort Zoo: Bei Bauarbeiten soll sich unter anderem ein Mitarbeiter des Gebäudemanagements strafbar gemacht haben.

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Tatort Zoo: Bei Bauarbeiten soll sich unter anderem ein Mitarbeiter des Gebäudemanagements strafbar gemacht haben.

Wuppertal. Nach vielen Skandalen, Prozessserien und Urteilen legt die Stadt großen Wert darauf, mit neuen Kontrollen der Korruption in Wuppertal vorzubeugen. Auch die angeblichen Mauscheleien eines Mitarbeiters des städtischen Gebäudemanagements (GMW) mit zwei italienischen Bauunternehmern seien deshalb frühzeitig aufgeflogen, hieß es.

Wie berichtet, musste sich das Trio wegen Untreue und Betrugs vor dem Amtsgericht verantworten. Doch nach sechstägiger Beweisaufnahme wurde das Verfahren am heutigen Mittwoch im allseitigen Einvernehmen gegen eine Geldauflage von jeweils 500 Euro eingestellt.

Der GMW-Mann hatte alle Vorwürfe zurückgewiesen

Wie berichtet, hatte der GMW-Mann (41) zu Prozessbeginn alle Vorwürfe zurückgewiesen. Laut Anklage soll er vor drei Jahren Rechnungen eines ebenfalls angeklagten Bauunternehmers (57) zur Auszahlung freigegeben haben, obwohl Arbeiten im Zoo und in der Realschule an der Leimbacher Straße gar nicht ausgeführt worden seien. Angeblicher Schaden: 35.000 Euro. Ebenfalls 2008 soll der GMW-Mann – ein Malermeister – einem mitangeklagten Mitarbeiter (55) jener Baufirma zu höheren Stundensätzen Arbeiten im Zoo zugeschustert haben, obwohl eine andere Firma dafür einen Rahmenvertrag mit dem GMW hatte.

Der GMW-Mann hatte ausgesagt, die Firmen aus dem Rahmenvertrag seien seinerzeit komplett mit der Sanierung des Opernhauses in Barmen beschäftigt gewesen. Weil es bei den Arbeiten im Zoo aber um die zeitnahe Beseitigung von Gefahrenstellen gegangen sei, habe er handeln müssen.

Das Amtsgericht kam am Mittwoch unter anderem zu dem Schluss, dass sich nicht beweisen lasse, dass die abgerechneten Arbeiten im Zoo gar nicht erbracht wurden. Wie berichtet, hat sich die Stadt schon im Herbst 2010 von ihrem Mitarbeiter getrennt – in beiderseitigem Einvernehmen, wie es hieß.

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