Offenbar muss sich das Ausmaß der Sparvorschläge noch im Bewusstsein der Wuppertaler festsetzen. Nur so ist das verhaltene Echo auf die Streichliste aus dem Rathaus zu erklären. Oder reift da schon die Erkenntnis, das ist erst der Anfang, es kommt noch schlimmer? Tatsächlich müssen noch weitere Aufschläge folgen.

Natürlich stehen Bund und Land in der Pflicht, zu helfen. Aber auch auf kommunaler Ebene ist noch längst nicht alles ausgeschöpft. Konkretes zur bergischen Kooperation mit Remscheid und Solingen fehlt völlig. Offenbar sind die drei Städte selbst am Abgrund nur schwer zur gegenseitigen Hilfe zu bewegen. Im Kulturbereich ließen sich Millionen sparen, wenn man ein gemeinsames Orchester betriebe, das Theater endgültig zu einem bergischen Theater würde. Das ist der nächste große Schritt. Wenn ihn die drei Städte nicht wagen, wird es irgendwann der Regierungspräsident als Kommunalaufsicht für sie tun.

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