Der Bürgerverein Nächstebreck lädt für Dienstag, 29. August, zur Vorstellung der Pläne für das Gewerbegebiet in den Gemeindesaal Hottenstein ein.

Nächstebreck, Im Hölken, Gewerbegebiet, Hermann Josef Richter, Foto Anna
Hermann Josef Richter

Hermann Josef Richter

Schwartz, Anna (as)

Hermann Josef Richter

Wuppertal. „120 000 Quadratmeter Gewerbe oder Kompromiss oder Bürgerbegehren – Sie entscheiden mit“: So ist es in der Ankündigung zu lesen, mit der die Nächstebrecker für Dienstag, 29. August, zur Diskussion über das umstrittene Gewerbegebiet an der Nächstebrecker Straße eingeladen werden.

Dann nämlich will der Bürgerverein Nächstebreck den Bewohnern des Wuppertaler Nordostens die Pläne für einen Kompromissvorschlag vorstellen.

Forderung: Nur 50 Prozent der Fläche sollen bebaut werden

„Die mehr als 100 anwesenden Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung hatten mir einstimmig den Auftrag erteilt, mit Rat und Verwaltung nach einem Kompromiss zu suchen“, so Richter zur Einladung für die Veranstaltung. „Nach monatelangen Verhandlungen und mehrfachen Ortsbegehungen können wir nun einen Kompromissvorschlag für den Bereich östlich der Nächstebrecker Straße vorlegen.“

Der zwischen Stadt und Bürgerverein ausgehandelte Vorschlag sollte nach dem Willen der Nächstebrecker unter anderem Grünstreifen und Bepflanzungen vorsehen, geringere Gebäudehöhen und Wegebeziehungen ins Naturschutzgebiet. Vor allem aber will die Bürgergemeinschaft eben keine Bebauung der Gesamtfläche, sondern „höchstens der Hälfte“, so hatte es Richter immer wieder gefordert. Zwar würde eine Gewerbefläche üblicherweise auch sonst nie zu 100 Prozent überbaut, sondern meist zwischen 70 und 80 Prozent genutzt, hatte Rolf Volmerig von der Wuppertaler Wirtschaftsförderung bereits erklärt. Doch den Nächstebreckern kommt es bei ihrem Gelände in exponierter Lage auf jedem Meter an.

An sich wollen viele Bürger gar keine Bebauung der als „Ostfriedhof“ bekannten Freifläche in unmittelbarer Nähe zur Nordbahntrasse. Rund 6000 von ihnen hatten sich auf Initiative des Bürgervereins und mit Unterstützung der Wuppertalbewegung mit ihrer Unterschrift gegen Gewerbe ausgesprochen.

Noch ist nichts entschieden: „Wie genau der Kompromiss aussieht und ob er von den Bürgern angenommen wird, das wird die Veranstaltung zeigen“, sagte Richter am Donnerstag.

Die Stadtspitze gibt sich derzeit zurückhaltend: „Ich bin mit Herrn Richter im Gespräch und auf einem guten Weg“, sagte Oberbürgermeister Andreas Mucke auf Nachfrage der WZ.

Beginn des Abends zum geplanten Gewerbegebiet am Dienstag, 29. August, ist um 19 Uhr im Gemeindesaal Hottenstein. Die Veranstaltung ist öffentlich.

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