Die Stadt möchte die Machbarkeit für eine Bundes- oder Landesgartenschau prüfen. Noch ist unklar, ob es eine Bewerbung gibt.

Im Frühjahr erwacht die Natur wieder im Botanischen Garten in den Hardt-Anlagen.  Archiv
Im Frühjahr erwacht die Natur wieder im Botanischen Garten in den Hardt-Anlagen. Archiv

Im Frühjahr erwacht die Natur wieder im Botanischen Garten in den Hardt-Anlagen. Archiv

Viele positive Veränderungen gab es in den vergangenen Jahren im Nordpark. Die jüngste Attraktion ist der Skywalk. Archiv

Andreas Fischer, Bild 1 von 2

Im Frühjahr erwacht die Natur wieder im Botanischen Garten in den Hardt-Anlagen. Archiv

Wuppertal. Wie gut sind Wuppertals Chancen, Austragungsort einer Landesgartenschau oder sogar einer Bundesgartenschau zu werden? Dieser Frage will die Stadt in den kommenden Wochen und Monaten auf den Grund gehen. Oberbürgermeister Andreas Mucke ist von der Idee, die aus den Fachabteilungen der Verwaltung an ihn herangetragen wurde, sehr angetan. „Ich habe mich bei Experten sowie bei den Wuppertal-Botschaftern umgehört. Bisher hat es keine einzige negative Reaktion gegeben. Im Gegenteil“, sagt Andreas Mucke.

Gleichzeitig schränkt der Oberbürgermeister ein, dass vor einer Bewerbung Wuppertals zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellt werden müsse. Dies sei erforderlich, da mit dem Wuppertaler Konzept neue Wege beschritten würden. „In den meisten Städten, die bisher eine Gartenschau ausgetragen haben, wurden eine oder mehrere große Flächen neu gestaltet und bepflanzt. In Wuppertal gibt es schon Parkanlagen und Grünflächen, die für die Besucher optimal vernetzt werden müssten. Das Grün verbindet bereits alle Stadtteile unserer Stadt“, so Mucke.

In diesem Jahr wird die Internationale Gartenschau in Berlin eröffnet, einige Nummern kleiner wird die Landesgartenschau 2017 in Bad Lippspringe ausfallen. Im November des vergangenen Jahres hatte Oberbürgermeister Mucke einem Kreis von etwa 20 Personen die Idee vorgestellt. Neben den Vertretern der zahlreichen Parkanlagen von der Kaiserhöhe über die Barmer Anlagen bis zum Nordpark saß auch ein Experte aus dem Haus des Garten- und Landschaftsbauers Jakob Leonhards Söhne mit am Tisch.

„Für eine Stadt der Größenordnung Wuppertals sollte es eine Bundesgartenschau sein“, sagt Hans Christian Leonhards. Er warnt aber gleichzeitig vor zu großen Erwartungen. „Wir befinden uns noch in einem sehr, sehr frühen Stadium des Projekts. Ich möchte nicht, dass die Menschen am Ende enttäuscht sind, wenn es dann doch nicht klappt. Natürlich würde ich mich darüber aber sehr freuen“, sagt Hans Christian Leonhards.

Machbarkeitsstudie würde 150 000 Euro kosten

Die erste Hürde, die es zu überwinden gilt, ist finanzieller Natur. „Die Machbarkeitsstudie würde rund 150 000 Euro kosten und die haben wir als Stadt derzeit nicht“, sagt Andreas Mucke. Er ist aber zuversichtlich, dass die Summe über Unterstützer und Sponsoren aufgebracht werden kann. „Sollten wir nicht den Zuschlag bekommen, dann hat diese Studie trotzdem einen Wert als Rahmenplan für die Gestaltung der Park- und Grünanlagen.“

Barmer Anlagen, Friedrichsberg, Friedenshöhe, Hardt, Mirker Hain, Nordpark, Nützenberg, Kaiserhöhe, Ronsdorfer Anlagen, Vorwerk-Park, Skulpturenpark Waldfrieden.

Die Weerth Garten, Platz der Republik, Engelsgarten, Heimatplan Hohenstein, Klophaus-Park, Schniewindscher Park, Stationsgarten, Von der Heydt-Park.

Hartmann-Ufer, Rosenau, Beer-Sheva-Ufer, Helene-Stöcker-Ufer, Kosice-Ufer Matagalpa- Ufer, South-Tyneside-Ufer, Walter-Hammer-Ufer, Gerichtsinsel.

Neben der Aufwertung und Attraktivitätssteigerung der Anlagen sieht Mucke vor allem einen starken Marketingeffekt für die Stadt. „Über die Grenzen Wuppertals ist noch viel zu wenig bekannt, was die Stadt an grünen Flächen zu bieten hat. Die Wupper und ihre Ufer zähle ich ausdrücklich hinzu. In den vergangenen Jahren hat sich die Stadt enorm gewandelt. Es wäre ein Super-Marketing und würde zu den Zielen passen, die wir uns im Handlungsprogramm Wuppertal 2025 gesetzt haben.“

Bis 2023 sind die Bundesgartenschauen bereits vergeben (2019 Heilbronn, 2021 Erfurt und 2023 Mannheim). Für 2025 werden noch Bewerbungen an genommen. „Unter der Voraussetzung, dass es keine negativen Entwicklungen in den Parks gibt und die Planungen nachhaltig sind, finde ich diese Idee sehr gut“, sagt Brigitte Alexander, Vorsitzende des Fördervereins Historische Parkanlagen.

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