Fischer

Mit einem traurigen Achselzucken wird man in der Kämmerei die Überschuldung der Stadt zur Kenntnis genommen haben. Wuppertal gehört seit dem Herbst bilanztechnisch gar nichts mehr. Doch keine Angst, niemand nimmt uns die Stadthalle weg oder hängt nun die Bilder im Von der Heydt-Museum von der Wand. Wäre die Stadt allerdings ein Privatmann, so würde auf mancher Immobilie jetzt der Kuckuck kleben. Die Überschuldung und eine immer noch verhängte Haushaltssperre sind Warnungen genug. Wuppertal muss sich selbst helfen, dann wird vielleicht auch geholfen. Bund und Land werden in kein Fass ohne Boden investieren. Dafür aber in eine Stadt, die solide wirtschaftet. Dem Aufbau Ost, zu dem Wuppertal seit dem Fall der Mauer hunderte Millionen Euro mit Solizahlungen beigetragen hat, muss nun der Aufbau West für finanzschwache Städte und Regionen folgen. Wuppertal hat diese vernünftige Perspektive verdient. Wer will schon 100 Jahre und mehr nur noch für die Kreditgeber sparen?

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