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kleinkommentar

Das Ergebnis der Konjunkturumfrage der bergischen IHK ist deutlich: In allen drei bergischen Städten ist ein rasanter Aufschwung zu verzeichnen: Alleine die Industrieumsätze sind von 2009 zu 2010 um 8,8 Prozent und damit auf mehr als acht Milliarden Euro gestiegen. Der industrielle Kern des bergischen Landes und die zahlreichen innovativen Mittelständler machen diesen Erfolg möglich. Da ist es kein Wunder, wenn IHK-Präsident Friedhelm Sträter erklärt, dass er den oft geforderten Strukturwandel im Bergischen zwiespältig betrachtet und ihn nach Möglichkeit von den Kräften des Marktes gestalten lässt. Doch Vorsicht: Der Aufschwung in Wuppertal, Solingen und Remscheid ist auch deswegen kräftiger als etwa im Rheinland, weil er auf schmaleren Füßen steht. Das bedeutet aber auch, dass der nächste Abschwung stärker ausfällt. Hinzu kommt, dass die maßgeblichen Impulse für die gute bergische Geschäftslage im Bereich der Industrie durch die boomende Weltwirtschaft entstehen. Sobald sich dort ein Abschwung abzeichnet, wird dieser das Bergische Land härter treffen als Regionen, in denen der Dienstleistungssektor stärker ausgeprägt ist. Weitere Risiken wie die steigenden Rohstoffpreise und Unruhen im Nahen Osten hängen wie ein Damoklesschwert über der Bergischen Wirtschaft. Daher ist es keine Frage: Der Strukturwandel muss weitergehen, damit das Städtedreieck robuster aufgestellt ist und noch besser durch die nächste Krise kommt.

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