Ja, denn anders geht es nicht. Oder soll Politik für Frauen unattraktiv bleiben?

Fischer, A. (f22)

Ja klar. Nur so kann es funktionieren. Das zeigt ja auch die Praxis: Denn diejenigen Parteien, die sich solch eine Selbstverpflichtung auferlegt haben, erfüllen ihre Quote annähernd. Diejenigen Parteien hingegen, die sich solch einer Selbstverpflichtung entziehen, werden auch in 100 Jahren noch von Männern dominiert sein – und genau deswegen für Frauen unattraktiv bleiben.

Damit stehen die Parteien schlicht und einfach auch vor der Frage, ob sie sich auf lange Sicht solcher Bevölkerungsschichten entrücken möchten, deren Zugang in die Schaltstellen mehr Hürden bereithält.

Viele Parteimitglieder werden sogar bejahen. Denn die Frauenquote hat nichts mit der Machtverteilung zu tun. Doch sie sollten nicht mit den Verhältnissen in der Wirtschaft argumentieren. Ein Unternehmer darf vielleicht sagen, dass er sich nicht in seine unternehmerische Personal-Entscheidungsfreiheit reinreden lassen möchte. Gesellschaft repräsentierende Politik muss da deutlich vorsichtiger sein.

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