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kleinkommentar

Die Wuppertaler CDU hatte die Wahl zwischen einem Ende mit Schrecken und einem Schrecken ohne Ende. Sie hat – und das ist aus Sicht der ganzen Stadt bedauerlich – beides gewählt. Die aktuelle Entwicklung bestätigt die neun CDU-Ratsmitglieder, die sich schon zu Beginn des Jahres nicht mehr in der Lage sahen, mit dem Fraktionsvorsitzenden Bernhard Simon zusammenzuarbeiten.

Dass der Kreisvorsitzende Jürgen Hardt und Oberbürgermeister Peter Jung auf Kompromisse setzten und die Reform der Ratsfraktion nicht bei der Wurzel anpackten, hat sich nun gerächt. Peter Jung hat es persönlich erfahren müssen, wie hinter seinem Rücken und auf seinem Rücken Politik gemacht werden sollte. Das verfälschte Grußwort ist ein unglaublicher Vertrauensbruch, den der Fraktionsvorsitzende nicht als Fehler seines Fraktionsgeschäftsführers abtun kann. Der Vorgang ist entweder dumm oder dreist – auf jeden Fall aber Sprengstoff für die CDU. Und er disqualifiziert sowohl den Fraktionsgeschäftsführer Manfred Kirmse als auch den Fraktionsvorsitzenden Bernhard Simon.

Die Wuppertaler Bürger müssen über den Zustand der größten Fraktion im Rat der Stadt entsetzt sein. In dieser Verfassung fehlt der CDU die die politische Qualität, um die riesigen Aufgaben, vor der die Stadt steht, zu bewältigen. Die CDU muss sich neu aufstellen – da hilft schon längst kein Schlichter mehr.

 

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