Ein Kommentar von Robert Maus.
Ein Kommentar von Robert Maus.

Ein Kommentar von Robert Maus.

Ein Kommentar von Robert Maus.

Ist Wuppertal so reich an attraktiven Veranstaltungen, die 250 000 Besucher aus nah und fern anlocken? Offenbar, denn anders ist die Zurückhaltung der Stadt beim Thema Flohmarkt Vohwinkel nicht zu verstehen.

Die Veranstalter fühlen sich allein gelassen. Wenn ehrenamtlich Tätige nach der Katastrophe der Love-Parade in Duisburg Angst davor haben, dass ihnen aufgrund der exorbitant gestiegenen Sicherheitsanforderungen die Organisation über den Kopf wächst, ist verständlich. Wer möchte schon gerne sein privates Hab und Gut riskieren, wenn bei einer solchen Mammut-Veranstaltung etwas schief läuft.

Jetzt käme eigentlich die Stadtverwaltung ins Spiel. Im Rathaus sitzen die Experten, die Aufsichtsbehörden, das Ordnungsamt, kurzum, alle die, die beruflich mit solch großen Veranstaltungen zu tun haben – aber dies offenbar nicht unbedingt möchten. Ist es nicht die Pflicht einer bürgernahen Verwaltung, die Ehrenamtler mit Rat und Tat zu unterstützen, damit der Flohmarkt veranstaltet werden kann?

Wo bleibt der Aufschrei der politischen Parteien, die sich sonst um den guten Ruf Wuppertals im Umland und der Region sorgen? Der traditionsreiche Flohmarkt hatte ein Einzugsgebiet bis nach Düsseldorf, Essen und weit ins Bergische hinein. Seine Außenwirkung ist für das Stadtmarketing nicht zu unterschätzen.

Vielleicht hatte die Verwaltung aufgrund der massiven Personaleinsparung aber auch nur einfach keine Ressourcen frei, um den Flohmarkt zu retten. Dann ist der Flohmarkt ein Opfer des Sparpakets – und das muss klar ausgesprochen werden.

Wie dem auch sei: Das Ergebnis ist traurig. Es bleibt nur die Hoffnung, dass die Vohwinkeler ein Team finden, das den Flohmarkt in den nächsten Jahren wieder veranstaltet. Wuppertal kann es sich nicht leisten, solche tollen Veranstaltungen einfach sang- und klanglos verschwinden zu lassen.

Leserkommentare (3)


() Registrierte Nutzer