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kleinkommentar

Hat die Stadt vor Jahren Fehler gemacht, als sie Wettbüros ohne juristische Handhabe schließen ließ? Nein, denn nach Angaben des Caritasverbandes sind 3000 Wuppertaler spielsüchtig und 50 Millionen Euro wurden allein im Jahr 2010 in Wuppertal verzockt. Es gab und gibt also eine moralische Verpflichtung, alle Möglichkeiten zur Einschränkung des Glücksspielmarktes auszuschöpfen. Doch die jüngsten Urteile lassen solche Eingriffe gar nicht mehr zu. Regulieren darf die Stadt noch – verbieten so gut wie nichts. Schuld an der Machtlosigkeit der Städte ist aber nicht zuletzt der Staat selbst, der in Spielbanken oder in Lotto-Annahmestellen am Pech seiner Bürger mitverdient. Angesichts dieser Doppelmoral bleiben nur die Gesetze – der Rest ist längst verspielt.

 

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