wza_176x184_661665.jpeg
Ein Kommentar von Martina Thöne.

Ein Kommentar von Martina Thöne.

Ein Kommentar von Martina Thöne.

Auf der Bühne ist es wie im wahren Leben: Manchmal nimmt eine Geschichte eine gute Wendung, mitunter wartet sogar ein Happy End. Auch wenn es – wie im TiC-Theater – vor einigen Jahren nicht danach ausgesehen hat. Umso erfreulicher ist es, dass die Zeit der akuten finanziellen Krise vorbei zu sein scheint. Eine Auslastung von 90 Prozent ist eine sehr gute Basis, für das neue Chef-Duo aber noch lange kein Ruhekissen. Im Gegenteil. Seitdem Ralf Budde und Stefan Hüfner am Ruder sind, demonstrieren sie den Willen, die Bandbreite der Bühne weiter auszubauen. Zwar setzen sie weiterhin auf bekannte Stoffe, auf die sich die Stammgäste freuen. Abgesehen davon überzeugten sie zuletzt aber auch mit Stücken wie Schillers „Der Parasit“, die nicht gerade zum Kreis potenzieller Kassenknüller gehören, in Cronenberg aber ebenfalls gut ankamen. Dies spricht dafür, dass das Publikum mitzieht. Zwar liegen noch keine aktuellen Zahlen vor. Doch so viel ist bereits abzusehen: Die kleine Bühne, die sich – im Gegensatz zur Saison-Einteilung städtischer Theater – am Kalenderjahr orientiert, dürfte 2010 mindestens so viele Gäste gehabt haben wie 2009, als 350 Vorstellungen und 25 000 Zuschauer gezählt wurden. Auch das hat der Bühnenalltag mit dem echten Leben gemeinsam: Manchmal muss man den Mut haben, neue Wege zu gehen. So gesehen ist das TiC auf dem richtigen Kurs.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer