350 Mathe-Asse trafen sich am vergangenen Wochenende in der Bergischen Uni zur großen Mathe-Olympiade.

Bildung
Junge Mathe-Fans tüftelten am Wochenende in der Uni über den Aufgaben.

Junge Mathe-Fans tüftelten am Wochenende in der Uni über den Aufgaben.

Anna Schwartz

Junge Mathe-Fans tüftelten am Wochenende in der Uni über den Aufgaben.

Wuppertal. Michael Vaichenker greift sich in die zerzausten Haare und überlegt: „Die dritte Aufgabe habe ich nicht lösen können. Mir fehlte die Zeit und die war außerdem ganz schön knifflig“, sagt der Schüler der zwölften Jahrgangsstufe (Qualifikationsphase 2) des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums. Der Wuppertaler gehörte zu den 350 Mathe-Assen aus ganz NRW, die am Samstag an der Landesrunde der Mathematik-Olympiade in den Räumlichkeiten der Bergischen Universität Wuppertal (BUW) teilnahmen.

Spannende Aufgaben: Kreative Ansätze sind gefragt

Im Hörsaalgebäude K rauchen sprichwörtlich die Köpfe: Gerade haben die Jahrgangsstufen 7 bis 9 die letzten Lösungen auf ihre Klausurbögen geschmiert. Wenig später strömen Schüler der Oberstufe aus den Uniräumen. Unter ihnen Medea Lou Springmeier der Stufe Q2 des St.-Anna Gymnasiums: „Die erste und zweite Aufgabe habe ich gut lösen können. Bei der dritten bin ich nicht weitergekommen. Das war ein Wurzelterm mit drei Variablen, den man nur schwierig umformen konnte.“

Bis zur letzten Sekunde hat die Abiturientin geknobelt und ausprobiert: „Aufgeben kommt für mich nicht in Frage“, betont sie. Denn das sei das Besondere des Mathematik-Wettbewerbs: „Es gibt kein Schema F. Häufig werden die Aufgaben so gestellt, dass kreative Ansätze gefragt sind“, erklärt die Wuppertalerin. Nach dem Abitur möchte sie Informatik studieren.

„Aufgeben kommt für mich nicht in Frage“

Medea Lou Springmeier, Abiturientin und Teilnehmerin

Aus rund 16.500 Teilnehmern haben sich 350 Schüler der Klassen 5 bis 13 aus ganz NRW für die Landesrunde an der BUW qualifiziert – sieben davon kamen aus Wuppertal. „In der zweiten Runde, der Bezirksrunde, waren es noch knapp 100 Wuppertaler Schüler, die sich den Aufgaben der Mathe-Olympiade gestellt haben“, verriet Regionalkoordinatorin des Wettbewerbs Ellen Voigt.

Die Teilnehmerzahl sei insgesamt konstant geblieben. Und sie alle eint derselbe Traum: Sie wollen weiterkommen.

So auch Michael Vaichenker: „Ich mag Mathe, denn das ist keine Interpretationssache. Die Aufgaben sind schwer, aber nicht unlösbar – das motiviert mich.“ Dem konnte Korrektor Thorsten Korfsmeier, Mathe- und Physiklehrer am Wilhelm-Hittorf-Gymnasium in Münster, nur zustimmen: „Allein mit Schulmathematik und ohne kreativen Geist kommt man hier nicht weiter. Es ist toll zu sehen, mit welchem Ehrgeiz die Schüler dabei sind und ganz unterschiedliche Denkansätze liefern.“

Die feierliche Siegerehrung zum Landeswettbewerb findet am 14. März in der Aula des Gymnasiums Schwertstraße in Solingen statt. Dann werden außerdem die zwölf Besten aus den Stufen 8 bis 13 bekannt gegeben, die sich für die nächste Runde qualifiziert haben – die Deutsche Mathematik-Olympiade in Cottbus.

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