Der Bergische Kulturfonds geht in sein siebtes Jahr. Er hilft freien Künstlern im Bergischen und verhilft dem Bergischen zu mehr Kunst.

Der Bergische Kulturfonds geht in sein siebtes Jahr. Er hilft freien Künstlern im Bergischen und verhilft dem Bergischen zu mehr Kunst.
Monika Heigermoser (l.) vom städtischen Kulturbüro mit Regisseurin Gina Wenzel, dahinter Tobias Daemgen (r.).

Monika Heigermoser (l.) vom städtischen Kulturbüro mit Regisseurin Gina Wenzel, dahinter Tobias Daemgen (r.).

Andreas Fischer

Monika Heigermoser (l.) vom städtischen Kulturbüro mit Regisseurin Gina Wenzel, dahinter Tobias Daemgen (r.).

Wuppertal. Es sind scheinbar kleine Projekte, die der Bergische Kulturfonds in den vergangenen sechs Jahren gefördert hat. Es geht tatsächlich auch um verhältnismäßig kleine Summen, mit denen die jungen Künstler ihre Arbeiten vorantreiben können. Etwa 25 000 Euro verteilt der Fonds, dem sich Remscheid vor zwei Jahren angeschlossen hat, an Musiker, Filmemacher, Vereine. Das ist nicht sehr viel, doch das wenige Geld verzinst sich immens.

Die Lobeshymnen, die Monika Heigermoser vom Kulturbüro der Stadt Wuppertal jetzt auf den Fonds sang, waren deshalb auch kein bisschen übertrieben. „Wir erreichen die Kulturschaffenden“, sagte sie.

Den Beleg dafür lieferte im vergangenen Jahr unter anderem Gina Wenzel. Die junge Filmregisseurin hat einen Kurzfilm über die sogenannte Generation Y gedreht, über eine ichbezogene junge Frau, die Handys stiehlt, um sich anhand der Videos darauf ins Leben der Besitzer zu denken. Sie trifft dabei auf eine bedrückende Geschichte.

Film aus der Schwebebahn auf Festivals in aller Welt

Dass dieser Film in der Schwebebahn entstand, ist vielleicht eine Verbeugung vor der Stadt, die der Regisseurin geholfen hat. Es hat aber auch einen Werbeeffekt für Wuppertal. Der Film soll auf Festivals in aller Welt gezeigt werden. In Belfast war er bereits zu sehen.

Mit den Düften Wuppertals sind die schon bekannten RaumZeitPiraten Tobias Daemgen und Moritz Ellerich unterwegs. Sie destillieren Objekte vom Zigarettenstummel bis zur Baumrinde, um eine Art Geruchskarte von der Stadt zu erzeugen. Die Essenzen sollen im Laufe des Jahres in Glasfläschchen ausgestellt werden.

Den Remscheider Part unter den geförderten Projekten übernahm im vergangenen Jahr Tim Löhde mit seinen Wohnzimmerkonzerten „Kabäusken“. In dieser Reihe bietet er in Randgebieten und Problemvierteln der Stadt Musik in ungewöhnlichen Kombinationen an und führt wildfremde Menschen zusammen.

In den vergangenen sechs Jahren hat der Kulturfonds rund 100 Künstler im Alter von höchsten 40 Jahren gefördert, sechs davon aus Remscheid. Das Geld dafür spenden ausschließlich Privatleute und Unternehmen wie Knipex, EDE und Barmenia. Wer sich um Förderung bewerben will, wendet sich bis 18. April an das Kulturbüro der Stadt Wuppertal unter

wuppertal.de

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