Für den möglichen Standort der forensischen Klinik an der Stadtgrenze wurde gestern eine Aufteilungsskizze vorgestellt.

Im rotumrandeten Bereich könnte die Forensik an der Kleinen Höhe entstehen.  Grafik: Stadt Wuppertal
Im rotumrandeten Bereich könnte die Forensik an der Kleinen Höhe entstehen. Grafik: Stadt Wuppertal

Im rotumrandeten Bereich könnte die Forensik an der Kleinen Höhe entstehen. Grafik: Stadt Wuppertal

Im rotumrandeten Bereich könnte die Forensik an der Kleinen Höhe entstehen. Grafik: Stadt Wuppertal

Patientengebäude, Parkplätze, Umzäunung: Wie die geplante forensische Klinik auf der Kleinen Höhe aussehen könnte, zeigte die Stadt gestern anhand einer Skizze. Danach sind an der Stadtgrenze fünf Klinik-Gebäude vorgesehen, die sich auf dem etwa fünf Hektar großen Grundstück zwischen Nevigeser Straße und Schanzenweg verteilen.

So zeigt es die Planskizze des Landesgesundheitsministeriums, nach der zwei dreigeschossige Patientengebäude geplant sind, ein Haus für Schul- und Freizeitangebote, eine Sporthalle sowie Lagerräume. „Die Zufahrt soll über den Schanzenweg erfolgen“, erläuterte Baudezernent Frank Meyer. Eine Grünfläche zur Nevigeser Straße soll entstehen, denn „eine der großen Herausforderungen ist es ja, das Vorhaben ins Landschaftsbild zu integrieren“.

Viele Fragen müssen nun geklärt werden

Umgeben werde die Anlage von einem 5,5 Meter hohen Zaun und breiten Sicherheitsstreifen, teilt die Stadt mit. Das Gelände umfasse außerdem Parkplätze und einen Sportplatz. „Was uns heute vorliegt, ist allerdings nur ein allererster Entwurf“, betonte Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD). „Wir stehen am Beginn eines langen und intensiven Abstimmungs- und Planungsverfahrens.

Was an der Kleinen Höhe später tatsächlich gebaut würde, wenn der Bebauungsplan zum Tragen komme, werde „mit ziemlicher Sicherheit nicht genauso aussehen“, ergänzte Baudezernent Meyer.

Zum umstrittenen Vorhaben kündigte Mucke an: „Wir wollen weiter im Gespräch mit allen Beteiligten und den Anwohnern bleiben.“ Es habe bereits neue Gespräche mit den Bürgergruppen und den Stadtspitzen der benachbarten Städte Velbert und Wülfrath gegeben.

Viele Fragen müssten noch geklärt werden, beispielsweise die der Entwässerung, es gehe um Verkehrs-, Lärm- und Artenschutzgutachten, aber natürlich auch um Bedenken und Anregungen vonseiten der Bürger.

Einbezogen werden müssen zudem die sogenannten Träger öffentlicher Belange, unter anderem Umweltverbände, Kirchen, die Industrie- und Handelskammer (IHK), Handwerkskammer, Rheinisches Amt für Denkmalpflege, die Bezirksregierungen sowie Straßen NRW, Polizei und Landwirtschaftskammer.

Fünf Wochen haben die Adressaten nun Zeit, sich zu dem Entwurf zu äußern. „Wir haben die gesamten Unterlagen parallel den Sprechern der drei Bürgerinitiativen und dem Bürgerverein Eckbusch zur Verfügung gestellt“, sagte Oberbürgermeister Mucke. „Die Bürger haben mein Wort, dass sie über jede Entwicklung frühzeitig und aus erster Hand informiert werden. Transparenz ist oberstes Gebot.“

Das werde auch für die Gutachten gelten, deren Vergabe jetzt anstehe. Ergebnisse der umfassenden Untersuchungen – von Artenschutz bis Verkehrserschließung – sollen den Bürgern nach aktualisiertem Zeitplan im Herbst vorgestellt werden. Die Offenlage des Bebauungsplans ist für das erste Quartal 2017 vorgesehen.

Die Stadt will für Bürger außerdem Informations-Fahrten zum schon bestehenden Forensik-Standort in Köln anbieten. „Am besten ist es doch, sich eine solche Einrichtung einmal aus der Nähe anzuschauen“, sagte Mucke gestern.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer