Der gebürtige Wuppertaler lebt seit 48 Jahren in Mexiko – dort könnte das Verkehrsmittel ein Mittel gegen den täglichen Stau sein.

Klaus Peter Lüdorf lebt in Mexiko – dort würde eine Schwebebahn gut hinpassen, findet er.
Klaus Peter Lüdorf lebt in Mexiko – dort würde eine Schwebebahn gut hinpassen, findet er.

Klaus Peter Lüdorf lebt in Mexiko – dort würde eine Schwebebahn gut hinpassen, findet er.

Stefan Fries

Klaus Peter Lüdorf lebt in Mexiko – dort würde eine Schwebebahn gut hinpassen, findet er.

Wuppertal. Eine Schwebebahn in Mexiko? Wer von dieser Idee zum ersten Mal hört, kann es wahrscheinlich nicht glauben. Eine Bahn nach Wuppertaler Vorbild könnte aber eine Lösung für die Verkehrsprobleme in Mexiko-Stadt sein.

Schätzungen zufolge leben fast neun Millionen Menschen in der Hauptstadt, nimmt man die Vorstädte hinzu, sind es knapp 20 Millionen. Die Straßen der mittelamerikanischen Metropole sind ständig verstopft, für kurze Wege braucht man oft mehrere Stunden. Ein Verkehrsmittel, das erschwinglich ist und mit dem man einfach über die Köpfe der anderen hinweg schweben könnte, scheint ein wirksames Mittel gegen den täglichen Verkehrskollaps zu sein.

Einen möglichen Investor gibt es bereits

Für Klaus Peter Lüdorf wäre es die perfekte Lösung. Aber der Reihe nach: Der gebürtige Wuppertaler lebt seit 48 Jahren in Mexiko und arbeitet als Technischer Berater für ein Bauunternehmen, das unter anderem am Bau von drei neuen Landebahnen am Flughafen von Mexiko-Stadt mitarbeitet.

Die mexikanische Schwebebahn soll in dem Stadtteil Magdalena Contreras entstehen, der durch einen Fluss vom Rest der Stadt getrennt ist. Magdalena Contreras ist eine Gegend, aus der viele Menschen in die Stadt zur Arbeit pendeln. Ein Weg kann leicht zwei Stunden dauern. „Ich habe gute Kontakte zum Bürgermeister von Mexiko-Stadt“, sagt Klaus Peter Lüdorf, „irgendwann kamen wir auf die Idee, eine Schwebebahn zu bauen.“

Vorbild für die Bahn ist die Wuppertaler Schwebebahn, aussehen wird sie dann eher wie der Skytrain in Düsseldorf oder die H-Bahn in Dortmund. Die flexiblere Version der Schwebebahn hätte den Vorteil, dass damit stärkere Gefälle überbrückt werden können. Außerdem könnten mehrere Waggons hintereinander gehängt werden. In der Bahn wird es keine Sitzplätze geben. „Denn wir rechnen mit 250 000 Passagieren pro Tag“, sagt Klaus Peter Lüdorf.

Die Schwebebahn für Mexiko würde von mehreren Firmen in Deutschland gefertigt und anschließend in Mexiko montiert. „Zur Zeit warten wir noch auf eine Entscheidung des Umweltministeriums“, sagt Klaus Peter Lüdorf. Das soll entscheiden, wo die Stützpfeiler für die mexikanische Schwebebahn errichtet werden dürften.

Die Kosten für das Projekt beziffert Lüdorf mit 200 Millionen, die ein Investor übernehmen will, der unter anderem 20 Autobahnen betreibt. Eine Delegation aus Mexiko war vor ein paar Jahren in Deutschland – und war von der Schwebebahn im Tal begeistert.

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