Steigen die Beiträge für die Eltern?

Wuppertal. Für die Eltern ist die Zeit der Unsicherheit endlich vorbei: Nach dem monatelangen Kita-Tarifstreit und den tagelangen Streiks haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber geeinigt. Etwa 120 Euro sollen Erzieher im Schnitt monatlich mehr bekommen. Für Städte und Gemeinden bedeutet das laut Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände Mehrkosten von 500 bis 700 Millionen Euro im Jahr. In Wuppertal arbeiten etwa 600 Erzieherinnen in den städtischen Kindertageseinrichtungen.

"Jede Stadt als Kindergartenträger wird die Mehrkosten spüren", sagte Sozialdezernent Stefan Kühn. Dafür werde es nicht mehr Geld vom Bund geben. "Die Elternbeiträge werden deshalb aber nicht automatisch steigen." Schließlich dürfe die Gehaltserhöhung nicht von den Eltern ausgebadet werden.

Slawig sieht keine Möglichkeit
für höhere Neuverschuldung

Für ihn ist die Einigung ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Damit werde anerkannt, dass die Bildungsarbeit Priorität habe. Die Anerkennung der Arbeit der Erzieherinnen müsse sich auch in deren Gehältern widerspiegeln.

Kämmerer Johannes Slawig bezifferte die zu erwartenden Mehrkosten für die Stadt gestern mit etwa 750000Euro. "Das können wir nicht durch eine Erhöhung der Neuverschuldung finanzieren, das müssen wir gegenfinanzieren", sagte er. Steigen also doch die Elternbeiträge? "Ich schließe gar nicht aus", antwortete der Kämmerer.

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