Das Mauerwerk des 1750 erbauten Turms bröckelt. Gottesdienste sind weiter möglich.

Bau-Kirchmeister Rüdiger Raschke hofft auf viele Unterstützer bei der Sanierung des Turms der Kirche am Kolk.
Bau-Kirchmeister Rüdiger Raschke hofft auf viele Unterstützer bei der Sanierung des Turms der Kirche am Kolk.

Bau-Kirchmeister Rüdiger Raschke hofft auf viele Unterstützer bei der Sanierung des Turms der Kirche am Kolk.

Anna Schwartz

Bau-Kirchmeister Rüdiger Raschke hofft auf viele Unterstützer bei der Sanierung des Turms der Kirche am Kolk.

Elberfeld. Dreimal wurde die im Jahre 1752 eingeweihte Kirche am Kolk in ihrer wechselhaften Geschichte zerstört und wiederaufgebaut. In der Bombennacht vom 24. auf den 25. Juni 1943 brannte sie vollkommen aus, am 22. August 1973 wurde sie bei einer Flüssiggas-Explosion auf dem nachbarlichen Grundstück der Firma Abeler verwüstet und am 14. März 1974 – noch während des Wiederaufbaus – wurde das Gotteshaus Opfer von Brandstiftern. „Diese Zerstörungen haben offensichtlich bleibende Schäden am Mauerwerk des Kirchturms hinterlassen, der jetzt aufwendig saniert werden muss“, sagt Rüdiger Raschke, Bau-Kirchmeister und Prädikant der evangelischen Kirchengemeinde Elberfeld-Nord.

Der stadtbildprägende Kirchturm der alten lutherischen Kirche an der Morianstraße, der 1750 gebaut wurde, wird über Monate eingerüstet sein. Zunächst muss der Schaden erfasst werden. Bei der dann anstehenden Sanierung geht es um den Erhalt des historischen Bauwerkes. „Die Kirche wird während der Bauzeit für alle Gottesdienste und Konzertveranstaltungen in vollem Betrieb bleiben. Es ist die Gemeindekirche für die gesamte Elberfelder Innenstadt“, sagt Pfarrer Manfred Bollengraben. Nur das volle Geläut wird so bald nicht mehr zu hören sein. „Keine Angst, die Glocken werden nicht vom Kirchturm fallen, aber wir möchten vermeiden, dass sich weitere Steine aus dem Mauerwerk lösen“, so Pfarrer Bollengraben.

Eigentlich sollte bei einer Routinekontrolle nur die hölzerne Turmhaube begutachtet und gestrichen werden. Doch dabei fiel auf, dass sich kleinere Steine aus dem Turm gelöst hatten und in der Regenrinne gelandet waren. „Der Turm ist damals wie eine Burg gebaut worden. Er besteht eigentlich aus zwei Bruchsteinmauern, dazwischen liegt eine lockere Steinschüttung. Unten ist die Wand zwei Meter dick, oben 1,30 Meter“, berichtet Rüdiger Raschke.

Wie hoch die Reparaturkosten sind und wie sie finanziert werden können, steht noch nicht fest. Pfarrer Manfred Bollengraben und Rüdiger Raschke betonen zwar, dass es sich um eine lebendige Gemeinde handelt, aber ohne Fördermittel und Sponsoren dürfte die Turmsanierung für die Gemeinde allein nicht zu stemmen sein.

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