Straßen- und Brückenarbeiten liegen auf Eis – der Schnee blockiert Weichen.

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Läuft derzeit auf Hochtouren: Blick auf den Heizkraftwerk-Schornstein der Stadtwerke in Barmen.

Läuft derzeit auf Hochtouren: Blick auf den Heizkraftwerk-Schornstein der Stadtwerke in Barmen.

Wolfgang Westerholz

Läuft derzeit auf Hochtouren: Blick auf den Heizkraftwerk-Schornstein der Stadtwerke in Barmen.

Wuppertal. Nicht nur auf der Brückenbaustelle Kohlfurth bringt die stramme Winterkälte den Zeitplan durcheinander: Wie berichtet, wurde die Demontage der maroden Brücke verschoben, weil deren Widerlager zugefroren sind.

"Um bei Straßen und Brücken mit Baustoffen arbeiten zu können, braucht man höhere Temperaturen", bringt es Uwe Seidel vom Verkehrsressort der Stadt auf WZ-Nachfrage auf den Punkt. So könne man mit Asphalt erst ab 5 Grad über Null arbeiten, bei Beton und Isolierungen sehe es ganz ähnlich aus. So liegen Baustellen wie im Bereich der Uellendahler Straße / Saarstraße derzeit auf Eis - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Auch am Brausenwerth und an der Ohligsmühle könne man bei den aktuellen Temperaturen nicht arbeiten, fügt Seidel hinzu. Verschoben wurde außerdem die Fahrbahninstandsetzung an der Linderhauser Straße.

Bei gutem Wetter - und damit meint Seidel vor allem höhere Temperaturen - könne man die noch ausstehenden Baustellen innerhalb von gut 14 Tagen endlich vom Tisch haben. "Aber so tiefe Temperaturen hatten wir schon lange nicht mehr."

Probleme gab es am Dienstagvormittag auch im Bahnverkehr. In Wuppertal blockierten Schnee und Eis zahlreiche Weichen, was zu Verspätungen im Zugverkehr führte. Ob die technischen Probleme im Justizzentrum ebenfalls mit der Kälte zu tun haben, blieb zunächst offen: Dort fiel unter anderem der Aufzug im Haft-Trakt aus, so dass Gefangene über die Treppen zu ihren Gerichtsterminen geführt werden mussten.

Neben den Problemen mit dem Aufzug ist im - erst vor wenigen Jahren neu errichteten - Justizzentrum immer wieder auch von zu kalten Gerichtssälen die Rede: Ihre Klima-Anlagen verfügen über Senortechnik, die auf Bewegung reagiert und auf diesem Weg auch die Raumtemperatur regelt. Wie auf WZ-Nachfrage bestätigt wurde, kommt es vor diesem Hintergrund immer wieder vor, dass betroffene Säle vor Verhandlungen aufgeschlossen und "begangen" werden müssen, damit die Senortechnik aktiviert und es im Saal rechtzeitig warm wird. Gerade bei der aktuellen Winterkälte eine nicht unerhebliche Voraussetzung.  

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