Rund 250 Kinder bauten Wasserräder, brauten Brause und testeten die Wirkung von Salz auf Eis.

Rund 250 Kinder bauten Wasserräder, brauten Brause und testeten die Wirkung von Salz auf Eis.
Leandro (8) und Dozentin Kim Tran stellen fest, dass das von Leandro gebaute Wasserrad auch als Windrad funktioniert.

Leandro (8) und Dozentin Kim Tran stellen fest, dass das von Leandro gebaute Wasserrad auch als Windrad funktioniert.

Mia (7) beobachtet, wie sich die Temperatur im Eiswasser durch die Zugabe von Salz verändert. Dozentin Pia Brockmann und ihre Mutter Susanne Brandenburg helfen ihr. Fotos (2): Stefan Fries

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Leandro (8) und Dozentin Kim Tran stellen fest, dass das von Leandro gebaute Wasserrad auch als Windrad funktioniert.

„Sauer!“, stellt Julia (7) fest. Aber lecker findet sie ihre selbst gemachte Brause. Die hat sie gerade mit der Hilfe von Chemiker und Junior Uni Dozent Thorsten Balgar selbst hergestellt: Sie hat Zitronensäure, Natron und Zucker gemischt, für die rote Farbe etwas Instantpulver für rote Götterspeise dazugetan, alles mit Wasser aufgegossen und den aufsteigenden Schaum beobachtet.

„Was da rauskommt, ist Kohlendioxid“, erklärt Thorsten Balgar die Bläschen, die den Schaum bilden. Julia lässt auch gleich ihre Großmutter Elfriede Mudra probieren. Diese und ihr Mann sind mit den Enkeln Julia und Tobias (3) zu dem Experimente-Nachmittag in die Junior Uni gekommen.

„Wir waren schon beim Sommerfest da“, berichtet sie. Ihr gefällt, dass die Kinder alles Mögliche selbst ausprobieren und beobachten können. Ihr Mann erklärt: „Die Kinder hatten beim Sommerfest so viel Spaß, dass wir bei nächster Gelegenheit wieder herkommen wollten.“ Da traf es sich gut, dass die WZ ihre Leser anlässlich ihres 130-jährigen Bestehens unter anderem zum Experimentieren in die Junior Uni eingeladen hat.

130 Jahre WZ

in Wuppertal

Im Foyer des bunten Gebäudes an der Loher Brücke konnten Kinder einige der Experimente ausprobieren, die auf der Kinderseite „Junior Zeit“ der WZ vorgestellt wurden. Leandro (8) hat ein Wasserrad gebaut. „Ich habe einen Stab und einen Strohhalm genommen, Korken drangemacht und Ü-Eier“, erklärt Leandro. Und auf Nachfragen von Dozentin Kim Tran kann er auch erklären, wozu die Ü-Eier-Schalen da sind: „Die sollen die Eimer ersetzen.“ Und: „Der Strohhalm ist die Achse, damit es sich auch dreht.“ Dass sein Wasserrad funktioniert, hat er gleich in einer Wasserschale getestet.

Auch er ist mit Oma und Opa gekommen. Dabei kennt er die Junior Uni schon, besucht derzeit einen Kurs mit Lego: „Da bauen wir Sachen nach Anleitung mit Motor, die fahren dann von allein.“ Und demnächst macht er einen Kurs über das Meer. Beim Experimente-Nachmittag hat er noch viel vor: „Ich möchte am liebsten alles machen.“

Am Nebentisch hat sich Mia (7) gerade mit Eis beschäftigt. In eine große Schüssel voller Eiswürfel durfte sie Salz schütten. „Da ging die Temperatur auf minus zehn Grad. Und dann haben wir Zucker zu den Eiswürfeln getan. Da war es nur minus drei Grad.“ Sie hat gelernt: „Darum geben wir Salz auf die Straße, weil das Eis dann schneller schmilzt.“

Mia ist schon erfahrene Junior Uni Besucherin: „Seit sie fünf Jahre alt ist, hat sie jedes Jahr ein bis zwei Kurse gemacht“, erzählt ihre Mutter Susanne Brandenburg. Dabei ging es ums Tanzen, um Gefühle und die „Küche als Versuchslabor“. „Experimente findet sie spannend“, weiß ihre Mutter. Aktuell beschäftigt sich die Siebenjährige mit der griechischen Antike.

An weiteren Tischen bauen die Kinder Luftkissenboote aus CD-Scheiben, einem Mundstück einer Trinkflasche und einem Luftballon oder Brücken aus Schaschlikstäben und Haushaltsgummibändern.

Ariana Staab von der Junior Uni blickt nach drei Stunden zurück: „Das war ein richtig tolles Format.“ Dieses Angebot der Experimente im Foyer habe es bisher noch nicht gegeben. Aber „das werden wir bestimmt häufiger machen.“

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