Astronaut Alexander Gerst hatte Kinder zu Ideen für Tests in der Schwerelosigkeit aufgerufen.

Astronaut Alexander Gerst hatte Kinder zu Ideen für Tests in der Schwerelosigkeit aufgerufen.
Alexander Gerst startet im Juni zur Raumstation ISS. Im Gepäck hat er Ideen aus Wuppertal.

Alexander Gerst startet im Juni zur Raumstation ISS. Im Gepäck hat er Ideen aus Wuppertal.

Klaus Görgen/WDR

Alexander Gerst startet im Juni zur Raumstation ISS. Im Gepäck hat er Ideen aus Wuppertal.

Wuppertal. Alexander Gerst sitzt auf gepackten Koffern. Am 6. Juni startet er vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur Internationalen Raumstation ISS, die der erfahrene Astronaut bis Dezember als Kommandant leiten wird. Der 42-Jährige wird also genügend Zeit mitbringen, um eine Reihe wissenschaftlicher Experimente vorzunehmen. Die Idee für eines dieser Experimente stammt aus Wuppertal – und zwar von den jungen Studenten der Junior Uni.

Den Kontakt zum Raumfahrer Gerst haben die Wuppertaler Kinder über die „Sendung mit der Maus“ geknüpft. Gerst hatte Kinder und Jugendliche dazu aufgerufen, ihm Vorschläge für Experimente zu schicken, die er in diesem Jahr auf der ISS durchführen kann. Diese Einladung nahmen die vier- bis sechsjährigen Studenten aus dem Raketenkids-Kurs gerne an. Riesig war die Freude, als die Entscheidung bekanntgegeben wurde. „Unser Experiment wurde in der Sendung mit der Maus erklärt“, freut sich Annika Spathmann, Hauptamtliche Dozentin und wissenschaftliche Fachkoordinatorin der Junior Uni. „Als Experiment haben unsere Studenten vorgeschlagen, eine Luftballonrakete – also einen Luftballon, der an einem gespannten Seil gerade durch den Raum schießt – auch auf der ISS auszuprobieren. Alexander Gerst soll testen, ob das in der Schwerelosigkeit genauso gut funktioniert“, erklärt Annika Spathmann. Da viele Materialien wie zum Beispiel Luftballons auf der ISS aber nicht vorrätig sind, sei der Versuch so abgewandelt worden, dass man ihn mit den dort vorhandenen Materialien durchführen kann. Alle Experimente, die im Weltall vorgenommen werden, müssen vorher von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und dann noch einmal von der amerikanischen Behörde für Raumfahrt und Flugsicherheit (NASA) geprüft werden, damit für die Astronauten und die Raumstation ISS keine Gefahr besteht. Daher dauerte es sechs Monate, bis feststand, welche Experimente Alexander Gerst ausführen darf. Außerdem wird er testen, ob er auch in der Schwerelosigkeit schwimmen kann.

Dass es ein Experiment der Junior Uni in rund 400 Kilometer Höhe in die Erdumlaufbahn geschafft hat, ist sicherlich einer Höhepunkte des Jubiläums der Junior Uni, die vor zehn Jahren gegründet wurde.

„Wir sind sehr ermutigt. Wir messen uns inzwischen mit den Besten der Besten. Das bestärkt alle unsere Unterstützer“, sagt Ernst-Andreas Ziegler, Gründer der Junior Uni.

Die Sendung mit Alexander Gerst und der Maus kann man sich bis Samstag noch im Internet unter folgendem Link anschauen:

https://www.wdrmaus.de/aktuelle-sendung/

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