Oberbürgermeister weist Kritik an der Verwaltung zurück – Baustart 2010?

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Blick vom – noch gesperrten – Steinweg-Viadukt.

Blick vom – noch gesperrten – Steinweg-Viadukt.

Uwe Schinkel

Blick vom – noch gesperrten – Steinweg-Viadukt.

Wuppertal. In der Diskussion um die Nordbahntrasse und deren Unterstützung durch die Fachverwaltung weist Oberbürgermeister Peter Jung den Eindruck zurück, die Stadt trete bei den Planungsgesprächen auf die Bremse.

"Wir unterstützen das Projekt nach wie vor rückhaltlos", sagt Jung im Gespräch mit der WZ. Es gebe allerdings "Gegebenheiten, die erfüllt sein müssen", um das mit öffentlichen Mitteln geförderte Projekt nicht zu gefährden. Daran komme - bei allem Enthusiasmus - auch die Wuppertalbewegung nicht vorbei.

Jung selbst hält einen Baustart im nächsten Jahr für realistisch. Dass man seitens der Verwaltung auf unbedingte Kostensicherheit beharre, diene letztendlich dem Projekt selbst: Welche Gefahren sonst Bauvorhaben drohen, die in erheblichem Maße von öffentlichen Fördermitteln abhängen, habe man bei der Schwebebahn erlebt. So etwas dürfe bei der Nordbahntrasse nicht passieren.

Wie berichtet, will die Wuppertalbewegung jetzt den Trassen-Abschnitt zwischen Rott und Ostersbaum bis ins letzte Detail durchplanen - um ihn als einen Teil der innerstädtischen Strecke im nächsten Jahr fertigstellen und freigeben zu können. Dazu müsse man jetzt aber in erheblichem Maße eigenes Geld in die Hand nehmen, erklärt Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Wuppertalbewegung. Im Gegenzug erwarte man Schützenhilfe von der Stadt, um diesen Abschnitt der Nordbahntrasse vorab fertigstellen zu können. Gerhardt schätzt, dass man jetzt zwischen 50.000 und 100.000 Euro in die Planungskosten investieren muss, um alle Vorgaben zu erfüllen.

Höher könne man ein Projekt wie die Trasse bei der Stadt jedenfalls nicht ansiedeln, betont Jung unterdessen - und verweist auch auf die Verwaltungsspitze, die regelmäßig an den Gesprächen mit Vertretern der Wuppertalbewegung teilnimmt.

Knackpunkt sind - wie berichtet - nach wie vor die Brücken und Viadukte: Gerade hier drängt die Stadt vorab auf eine Detailplanung, während die Wuppertalbewegung die bisher erstellten Untersuchungen und Gutachten bereits als ausreichend erachtet. So gehen die Trassen-Gespräche unvermindert weiter.

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