In der Musikschule präsentierten junge Instrumentalisten ihre Wettbewerbs-Stücke.

Elberfeld
Hier zeigt Jonah Näckel am Violoncello sein Können.

Hier zeigt Jonah Näckel am Violoncello sein Können.

Andreas Fischer

Hier zeigt Jonah Näckel am Violoncello sein Können.

Wuppertal. Sich vor Publikum hinzustellen und auf einem Instrument sein Können zu zeigen, dazu gehört viel Mut. Einen Millimeter auf dem Griffbrett daneben gegriffen und der Ton klingt schief, eine Sekunde zu früh und das Zusammenspiel gerät aus den Fugen.

Trotz Schneechaos’ und schlechten Straßenverhältnissen gaben zwölf junge Nachwuchsmusiker der Bergischen Musikschule in Wuppertal im Bernd-Mischke-Saal ihr Bestes. Vor begeistertem Publikum präsentierten sie ihre für den Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ einstudierten Programme und bewiesen nicht nur Mut, sondern auch großes Können.

In diesem Jahr sind beim in Solingen stattfindenden Regionalwettbewerb wieder ausschließlich Ensemble- und Solowertungen unter anderem für Streichinstrumente zugelassen.

Viele der kleinen und größeren Musiker sind bereits das zweite oder dritte Mal beim Wettbewerb dabei – so wie der Klarinettist Moritz Mihm (14) und die Pianistin Tabea Streuber (13), die dieses Jahr gemeinsam in der Duowertung teilnehmen. Für beide Musiker bedeutet die Teilnahme am Wettbewerb vor allem eins: unzählige Stunden üben.

Die Schüler sollten die Möglichkeit bekommen, vor Publikum zu spielen

„In der Vorbereitungszeit bekomme ich sogar zusätzlichen Unterricht“, sagte Tabea. Dass sich das Üben lohnt, zeigte sich in den gelungenen Darbietungen aller Nachwuchstalente. Mit Stücken bekannter Komponisten wie „Erste Begegnung“ von Robert Schumann, aber auch weniger bekannten Komponisten wie Pamela Wedgwood und Graham Waterhouse bewiesen sie, dass sich die Arbeit lohnt. Nicht nur beim geschickten Umgang mit den Instrumenten bewiesen sie ihr Können, sondern auch in ihrer eigenen Umsetzung der anspruchsvollen Stücke.

Mit dem Warmlaufkonzert sollten alle an „Jugend musiziert“ teilnehmenden Schüler der Musikschule die Möglichkeit bekommen, vor Publikum zu spielen. „Wir wollen mit dem Wettbewerb kein Auswahlverfahren für die Spitzen-Elite schaffen. Das gemeinsame Musizieren soll für unsere Schüler im Vordergrund stehen“, erklärte Andrea Anders, Regionalleiterin der Bergischen Musikschule. Beim Wettbewerb werde auch auf das Zusammenspiel geachtet. Deshalb gehe es nicht um Perfektion. Auch Schüler, die noch nicht so weit seien, können teilnehmen. Der Wettbewerb findet jährlich statt und feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen.

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